Versorgungsengpass in Corona-Krise SPD will Pflegekräfte aus Osteuropa zurückholen

Düsseldorf · In Deutschland arbeiten rund 90 Prozent der osteuropäischen 24-Stunden-Pfleger schwarz. Wegen der Corona-Krise sind viele in ihre Heimatländer zurückgekehrt – und hängen dort fest.

 Eine Pflegerin (l.) und eine Bewohnerin des Pflegeheims schauen zusammen aus einem Fenster eines Pflegeheims.

Eine Pflegerin (l.) und eine Bewohnerin des Pflegeheims schauen zusammen aus einem Fenster eines Pflegeheims.

Foto: dpa/Tom Weller

In Deutschland kümmern sich nach Schätzungen des Verbands für häusliche Betreuung und Pflege (VHBP) rund 300.000 Arbeitskräfte aus Osteuropa rund um die Uhr um alte und kranke Menschen („24-Stunden-Pflege“). 90 Prozent von ihnen sind laut Verband schwarz beschäftigt. Das wird nun zum Problem: „Viele dieser Frauen, die im Zuge der Corona-Krise in ihre Heimat gefahren sind, dürfen auf Anordnung der dortigen Behörden nicht zurück oder scheuen die Rückkehr“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Josef Neumann.