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Corona-Krise in NRW: Sommerferien - Wohin darf man fahren?

Urlaub in der Corona-Krise : NRW-Städte hoffen auf Tourismus vor der eigenen Haustür

Noch weiß niemand, wann der Tourismus wieder anlaufen wird. Aber in NRW rechnen sich einige Regionen Chancen aus, dass sie neu entdeckt werden. Fernreisen sind derzeit schließlich sehr unwahrscheinlich.

NRW-Tourismusregionen hoffen, dass Urlauber in der Corona-Epidemie die Reiseziele vor der eigenen Haustüre wieder entdecken. NRW sei ein Kurzreiseziel, sagte die Sprecherin von Tourismus NRW, Tonia Haag. „Das heißt die Leute fahren hier eher mal so vier Tage hin, aber nicht für den zweiwöchigen Sommerurlaub in normalen Jahren. Wegen der Corona-Krise könne das aber in diesem Jahr anders sein, so „dass wir noch mal vom Sommer stärker profitieren könnten, als das in einem normalen Jahr der Fall wäre.“ Aber selbst wenn der Tourismus wieder starten könnte, werde es immer noch Einschränkungen geben.

Nordrhein-Westfalen hatte nach Angaben von Tourismus NRW gemeinsam mit zwei anderen Bundesländern eine Wiederbelebung des Tourismus in drei Phasen vorgeschlagen: Starten sollen demnach touristische Outdoor-Angebote wie Zoos oder Freizeitparks, in der zweiten Phase sollen Restaurants und mit eingeschränkter Nutzung Ferienwohnung und Hotels folgen und danach soll der Übernachtungstourismus uneingeschränkt möglich sein. Den Start sollten die Länder in Abstimmung mit dem Bund bestimmen.

Nach den Osterferien drohe jetzt auch der Verlust des wichtigen Mai-Geschäfts mit den vielen Brückentagen, sagte Rouven Soyka für den Sauerland-Tourismus. „Wir halten alle Maßnahmen für angemessen, hoffen aber natürlich, dass der Tourismus peu à peu wieder ans Laufen kommt und wir spätestens wieder in den Sommerferien den einen oder anderen Gast wieder begrüßen dürfen“, sagte Soyka. Die Region hoffe, dann auch bei den Reisenden punkten zu können, die das Sauerland bisher nicht als Ferienregion wahrgenommen hätten, in der Corona-Situation aber nicht ins Ausland reisen wollten.

Darauf setzt die Branche auch in der Eifel - wie etwa das touristische Eifelstädtchen Monschau. „Wer nicht in die Ferne reisen möchte, wird sich fragen: Wo ist es denn vor der Haustüre schön?“ meinte auch die Geschäftsführerin der Monschau-Touristik, Margareta Ritter. Sie hofft auf einen Start des Tourismus noch Ende Mai vor Pfingsten.

Die Bundesregierung hatte die weltweite Reisewarnung für Touristen wegen der Corona-Pandemie bis mindestens 14. Juni verlängert. Damit sind über Pfingsten zwar noch keine Urlaubsreisen ins Ausland möglich, die Hauptferienzeit im Sommer ist aber noch nicht betroffen - die Schulferien beginnen erst ab dem 22. Juni.

(mba/dpa)