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Corona-Krise: Fitnessstudios haben bis zu 20 Prozent weniger Mitglieder

Folge der Corona-Krise : Fitnessstudios haben bis zu 20 Prozent weniger Mitglieder

Fitnessstudios waren während der Hochphase der Corona-Krise geschlossen, seit dem 11. Mai ist das Training unter strengen Vorgaben wieder möglich. Viele Mitglieder haben ihren Studios aber den Rücken gekehrt.

Die Fitnessstudios haben in der Corona-Krise viele Kunden verloren. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sei die Mitgliederzahl um 15 bis 20 Prozent gesunken, sagte der Vorsitzende des Bundesverbands Gesundheitsstudios Deutschland, Botond Mezey, dem Berliner „Tagesspiegel“ (Montag). Die befürchtete Insolvenzwelle sei aber bislang ausgeblieben. „Es sieht derzeit nicht nach einer Pleitewelle aus“, sagte Mezey.

Der Verbandschef schätzt, dass rund fünf Studios pro Woche aufgeben müssen. Insgesamt gibt es demnach in Deutschland rund 9700 Fitnessanlagen, 2019 machte die Branche einen Umsatz von 5,51 Milliarden Euro. Wegen Covid-19 waren die Clubs in ganz Deutschland von März bis Mitte Mai geschlossen, in vielen Bundesländern durften die Studios erst im Juni wieder öffnen.

Die Zahlen decken sich mit dem Ergebnis einer Umfrage, für die der Deutsche Industrieverband für Fitness und Gesundheit (DIFG) im Mai rund 1000 Fitnessstudio-Mitglieder befragen ließ: Jeder Fünfte gab an, in Zukunft das Fitnessstudio seltener als vor der Krise besuchen zu wollen - oder sogar gar nicht mehr.

(csi/dpa)