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Corona in NRW: Schulen, Kita, Handel, Lockdown - das plant das Land

Corona-Pandemie : Laschet will Lockdown in NRW noch vor Weihnachten

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen dringt NRW-Ministerpräsident Armin Laschet schnellstmöglich auf einen bundesweiten Lockdown. In Nordrhein-Westfalen fällt die Präsenzpflicht in Schulen ab Montag weg.

Ministerpräsident Laschet (CDU) fordert „schnellstmöglich“ einen bundesweiten Lockdown. „Wir können nicht mehr warten“, sagte Laschet bei einer Pressekonferenz zur Lage am Freitag in Düsseldorf. Der geplante Krisengipfel zwischen Bund und Ländern über den weiteren Kampf gegen Corona solle besser schon am Samstag statt am Sonntag tagen. „Wir müssen schnell handeln, dass diese exponentiell beginnende Kurve gleich am Anfang gestoppt wird“, sagte Laschet. Dafür brauche es schnelle und gemeinsame Entscheidungen aller Bundesländer.

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Laschet drängt darauf, den Handel jetzt „schnellstmöglich“ bis zum 10. Januar zu schließen. Das gelte nicht für Geschäfte für den täglichen Bedarf. Hamsterkäufe und überfüllte Läden in der Zeit davor müssten ausgeschlossen werden, sagte er.

Die Präsenzpflicht an Schulen in NRW wird am Montag vorerst enden. Schüler der unteren Stufen können und sollen dann von zu Hause aus am Unterricht teilnehmen, ältere Schüler ab Klasse acht werden auf Distanz unterrichtet. Die Schulferien werden um zwei Tage verlängert.

„Eltern, die in der Lage sind, ihre Kinder selbst zu betreuen, bitten wir, das tun“, sagte Familienminister Joachim Stamp (FDP) bei der Pressekonferenz. Ein entsprechendes Schreiben gehe gerade die Eltern raus. Die Schulpflicht werde nicht aufgehoben, so Stamp weiter. „Aber die Präsenzpflicht.“

Kindergartenkinder sollten wegen der Corona-Pandemie möglichst zwischen dem 14. Dezember und dem 10. Januar nicht in die Kita gebracht werden. Es soll aber eine Notfall-Betreuung geben.

Öffentliche Partys an Silvester sind nicht gestattet. Die aktuell geltenden Beschränkungen, dass sich in der Öffentlichkeit nur fünf Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen, müssten nach den Lockerungen über die Weihnachtstage an Silvester wieder gelten, sagte Laschet. „An Silvester darf es auf öffentlichen Plätzen keine Versammlungen geben“, betonte er.

Was die vorgeschlagenen Maßnahmen für die Gottesdienste an Weihnachten heißen, solle noch mit den Religionsgemeinschaften besprochen werden, sagte Laschet. Er habe seitens der Kirchen ein hohes Verantwortungsbewusstsein festgestellt.

(top/afp/dpa)