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Corona-Impfung: EMA lässt Biontech-Impfstoff für Jugendliche zu

Impfungen ab zwölf Jahren erlaubt : EU-Arzneibehörde EMA lässt Biontech-Impfstoff für Jugendliche zu

Impfungen gegen das Coronavirus für Kinder und Jugendliche sind künftig in der EU möglich. Die Europäische Arzneimittelbehörde hat den Biontech-Impfstoff ab zwölf Jahren freigegeben.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht für den Einsatz des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer bei Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren gegeben. Der zuständige EMA-Ausschuss empfahl am Freitag eine Erweiterung der Zulassung. Die finale Entscheidung muss nun noch von der Europäischen Kommission gefällt werden. Dies gilt aber als Formsache. Damit ist der Impfstoff von Biontech/Pfizer der erste Impfstoff in der EU, der auch für Menschen unter 16 zugelassen ist.

„Wir haben Daten, die zeigen, dass die Anwendung bei Kindern sicher ist“, sagte der EMA-Direktor für Impfstrategien, Marco Cavalleri. Die Wirksamkeit sei vergleichbar oder sogar besser als bei Erwachsenen, erklärte Cavaleri. Der Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung liege bei 100 Prozent, wie die Studie der Hersteller zeigte. Nach der Impfung hätte es höchstens leichte Reaktionen gegeben. Es gebe keinerlei Anzeichen für schwere Nebenwirkungen, wie die EMA erklärte.

Grünes Licht der EMA ist die Voraussetzung für das Impfangebot an Kinder und Jugendliche, das Bund und Länder ab dem 7. Juni in Aussicht gestellt haben. Allerdings gibt es für sie keinen zusätzlichen Impfstoff, sie müssen sich wie alle anderen Impfwilligen um einen Termin bemühen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) in Deutschland hat jedoch bereits angedeutet, dass sie möglicherweise auch im Fall einer EMA-Zulassung keine allgemeine Impfempfehlung für alle Kinder geben wolle, sondern nur für vorerkrankte Kinder.

(c-st/Reuters/dpa/AFP)