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Corona-Impfstoff: Biontech und Pfizer wollen noch Freitag Zulassung beantragen

Kampf gegen Pandemie in den USA : Biontech und Pfizer wollen noch am Freitag Impfstoff-Zulassung beantragen

Jetzt soll alles ganz schnell gehen: Die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmariese Pfizer wollen noch am Freitag bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für ihren Corona-Impfstoff beantragen.

Das teilten Biontech und Pfizer in einer gemeinsamen Mitteilung mit. Schon zuvor hatten die Unternehmen bekannt gegeben, dass die Impfung einen 95-prozentigen Schutz vor der Krankheit Covid-19 biete.

Bei grünem Licht könne ab Mitte oder Ende Dezember damit begonnen werden, Hochrisikogruppen in den USA zu impfen. Bei einer Genehmigung der Behörde sei man bereit, innerhalb weniger Stunden die Auslieferung des Vakzins zu starten. Man habe zudem bereits begonnen, Anträge bei anderen Gesundheitsbehörden weltweit einzureichen, weitere sollten folgen.

"Die Beantragung einer Notfallzulassung in den USA ist ein entscheidender Schritt, um unseren Impfstoffkandidaten so schnell wie möglich der Weltbevölkerung zur Verfügung zu stellen", erklärte Biontech-Mitgründer Ugur Sahin. Die beiden Unternehmen sind nach eigenen Angaben in der Lage, den Impfstoff innerhalb weniger Stunden nach der Zulassung auszuliefern.

Die USA, die EU und weitere Länder haben bereits hunderte Millionen Dosen des Pfizer-Biontech-Impfstoffs vorbestellt. Das Unternehmen rechnet damit, in diesem Jahr noch 50 Millionen Dosen und bis Ende 2021 bis zu 1,3 Milliarden Dosen produzieren zu können

Sahin hatte am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP in einem Interview gesagt, er halte es für möglich, dass der Impfstoff noch in diesem Jahr in den USA oder in Europa "oder in beiden Regionen" zugelassen" werde. Sein Team arbeite "fieberhaft" an einer Zulassung.

Für eine Zulassung in der EU hat Biontech im Zuge eines fortlaufenden Überprüfungsprozesses bereits Daten bei der europäischen Arzneimittelbehörde Ema eingereicht. Ähnliche Prüfungen laufen nach Angaben des Unternehmens unter anderem in Großbritannien, Australien, Kanada und Japan. In den kommenden Tagen wollen Biontech und Pfizer nach eigenen Angaben weitere Zulassungsanträge stellen.

(felt/dpa/AFP/REU)