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Corona: Höhere Bafög-Sätze von Union, SPD, FDP und den Grünen gefordert

Brief an Scholz und Karliczek : Politische Jungendverbände fordern höhere Bafög-Sätze wegen Corona

Die Jugendverbände von Union, SPD, FDP und den Grünen fordern in der Corona-Krise mehr Bafög für Studierende in finanzieller Not. Bildungsministerin Anja Karliczeks Vorschlag eines zinslosen Darlehens könne „nur ein erster Schritt sein“.

Die Jugendverbände von vier politischen Parteien schlagen in der Corona-Krise Alarm und fordern erhöhte Bafög-Sätze für in Not geratene Studenten. Dieser Schritt sei nötig, weil etwa 750.000 Studenten durch die Corona-bedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens ihren Nebenjob verloren hätten, erklärten die Spitzenvertreter der Jungen Union, der Jusos, der Jungen Liberalen und der Grünen Jugend in einem Brief an Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU), der dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt. Die Funke Mediengruppe hatte zuerst über das Schreiben berichtet.

Nachdem es die Soforthilfen für die Wirtschaft gab, gelte es nun, die Studierenden und Auszubildenden in den Blick zu nehmen, heißt es in dem Brief. Viele von ihnen hätten bereits angefangen, nach einem neuen Job zu suchen, seien als Erntehelfer oder in Krankenhäusern im Einsatz. Bislang seien bei den Sofortmaßnahmen der Bundesregierung den finanziellen Notlagen der Studenten und Auszubildenden aber zu wenig Beachtung geschenkt worden. Dabei gebe es für sie nur unzureichende Angebote, wenn Jobs wegfielen. Wegen der Corona-Krise wüssten derzeit viele Betroffene nicht, wie sie „über die Runden kommen sollen“.

Studenten, die aufgrund der Corona-Krise ihren Job verloren hätten, sollten deshalb vorübergehend einen erhöhten Bafög-Satz erhalten. Zudem fordern die Vertreter der Jugendverbände die Minister auf, die Situation von Auszubildenden und Studenten eines dualen Studiums zu beachten und für die Krisenzeit die Berufsausbildungshilfe an den Bafög-Höchstsatz anzupassen und auf Antrag auszuzahlen, wenn die Betriebe ihre Gehälter nicht mehr zahlen können.

Unterzeichnet wurde der Brief von Ria Schröder (Bundesvorsitzende Junge Liberale), Kevin Kühnert (Bundesvorsitzender Jusos), Anna Peters (Bundessprecherin Grüne Jugend) und Tilman Kuban (Bundesvorsitzender Junge Union).

(ala/epd/dpa)