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Corona Frankreich: Regeln wegen steigender Infrektionen wieder verschäft

Steigende Infektionszahlen : Wieder verschärfte Corona-Regeln in Frankreich

In Frankreich steigen die Infektionszahlen aktuell wieder stark an. Das führt dazu, dass die Regierung die Regeln wieder anzieht. Für viele öffentliche Aktivitäten benötigt es nun einen Gesundheitspass.

Für den Besuch von Museen, Theatern, Kinos und Touristenattraktionen in Frankreich ist ab Mittwoch ein negativer Corona-Test oder ein Impf- oder Genesungsnachweis notwendig. Die neuen Regeln der Regierung von Staatspräsident Emmanuel Macron gelten als erste Maßnahmen zur Eindämmung der besonders ansteckenden Delta-Variante des Virus, die Behörden für einen „stratosphärischen“ Anstieg der Neuinfektionen verantwortlich machen.

Auch wer den Eiffelturm in Paris besichtigen will, muss nun einen Gesundheitspass vorlegen. Den bekommt man, wenn man vollständig geimpft, vor kurzem von einer Infektion genesen ist oder einen negativen Test vorweisen kann.

„Die Welt steht vor einer neuen Welle, und wir müssen handeln“, sagte Premierminister Jean Castex im Fernsehsender TF1. Er rief seine Landsleute zur Impfung auf. Die 18.000 bestätigten Neuinfektionen vom Dienstag beträfen zu 96 Prozent Ungeimpfte, betonte Castex.

Macron will im Eiltempo ein Gesetz durchbringen, das die Vorlage des Gesundheitspasses auf Restaurants und andere Bereiche des öffentlichen Lebens ausweiten soll. Zudem soll für alle medizinischen Fachkräfte eine Impfpflicht gelten. In der Nationalversammlung sollte am Mittwoch eine Debatte über den Gesetzesentwurf beginnen. Gegen die Pläne regt sich Widerstand mancher gesellschaftlicher Gruppen, für Mittwoch planten Impfgegner eine Demonstration. Castex kündigte an, die Regierung werde das Gesetz vom Verfassungsgericht prüfen lassen, was erneut Zeit braucht.

Nach einem starken Rückgang der täglichen Neuinfektionen im Frühling schossen die Fallzahlen in Frankreich in den vergangenen zwei Wochen wieder in die Höhe. Einige Regionen kehren daher zu Beschränkungen zurück. Die Regierung sorgt sich, dass die Krankenhäuser in den kommenden Wochen wieder unter Druck geraten könnten.

(june/dpa)