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Corona: EU fährt in Brüssel Betrieb herunter - zu hohe Infektionszahlen

Wegen Corona-Lage : EU fährt in Brüssel Betrieb herunter

Wegen hoher Corona-Infektionszahlen wird die Zahl der Treffen zwischen Vertretern der EU-Mitgliedstaaten in Brüssel auf das unbedingt erforderliche Maß zurückgefahren. In Belgien hatte zuletzt mehr als 18.000 Neuinfektionen an einem Tag gegeben.

Weil die zweite Welle der Pandemie die EU-Hauptstadt derzeit mit voller Härte treffe, müsse bei der Organisation von physischen Treffen noch vorsichtiger und mit noch größerer Umsicht vorgegangen werden, teilte ein Sprecher der derzeitigen deutschen EU-Ratspräsidentschaft am Montag mit. Auch virtuelle Sitzungen würden mit Rücksicht auf die Ressourcen des Ratssekretariats und der Präsidentschaft auf prioritäre Themen beschränkt.

Persönlich stattfinden werden demnach nur noch Treffen, die für das Funktionieren der EU oder zur Koordinierung der Covid-19-Krisenreaktion notwendig sind. Dazu gehören zum Beispiel auch die laufende Verhandlungen über das EU-Haushalts- und Wiederaufbaupaket.

„Es ist praktisch ausgeschlossen, ohne persönliche Treffen und Kontakte eine Einigung zwischen den EU-Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament zu finden“, erklärte der Sprecher dazu. Angesichts der schnellen Ausbreitung der Pandemie müsse das gemeinsame Ziel bleiben, die Verhandlungen so schnell wie möglich zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen und europäische Handlungsfähigkeit unter Beweis zu stellen.

Belgien zählt zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern Europas. Allein in der Region Brüssel wurden zuletzt 1770 Infektionen pro 100.000 Einwohner in 14 Tagen gemeldet. Das von der Corona-Pandemie schwer betroffene Belgien meldet einen neuen Höchststand an Neuinfektionen. Für Dienstag voriger Woche (20. Oktober) belaufe sich die Zahl nach neuen Berechnungen auf 18.217, sagte der Sprecher des Krisenzentrums, Yves van Laethem, am Montag vor der Presse in Brüssel. Der Wert für den 20. Oktober war am Wochenende zunächst mit 15.432 angegeben worden.

(ahar/dpa)