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Corona Berlin: Kapazität der Labore fast ausgeschöpft - Engpässe bei Intensivbetten

Auch Engpässe bei Intensivbetten : Kapazität der Berliner Corona-Labore fast ausgeschöpft

Die Kapazität der Corona-Labore in Berlin war in der vergangenen Woche fast ausgeschöpft. Derweil mahnt der zukünftige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin vor Engpässen bei den Intensivbetten.

„Die Labore arbeiten im Moment am Limit, um die Ergebnisse möglichst schnell zu liefern“, sagte Cornelia Wanke, Geschäftsführerin der Fachgemeinschaft Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM), im Gespräch mit rbb24. Sollte die Zahl der eingesendeten Proben in Berlin in den kommenden Wochen weiter zunehmen, sei mit ersten Verzögerungen bei den Befunden zu rechnen. Vergangene Woche seien die Laborkapazitäten bereits zu 95 Prozent ausgeschöpft gewesen.

In der Millionenstadt steigen die Corona-Zahlen seit Tagen sehr schnell. Und seit Dienstag ist klar: Berliner, die im Herbst Urlaub in Deutschland planen, müssen in den meisten Bundesländern bei Anreise wohl bald einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorweisen, damit Beherbergungsbetriebe sie aufnehmen. Diese Regel gilt vielerorts für Gäste aus Orten, in denen es an den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner mehr als 50 nachweislich Infizierte gab. Am Dienstag lag der Wert für Berlin knapp darunter: bei 47,2.

In der Woche bis zum 4. Oktober wurden nach Angaben der Fachgemeinschaft rund 52.500 Proben auf das Coronavirus analysiert. Die Kapazitätsgrenze liegt in Berlin laut Wanke bei 55.080 Tests pro Woche.

Auch mit Blick auf die Zahl der Intensivbetten für Corona-Patienten in Deutschland gibt es Probleme. Die Zahl ist nach Ansicht des Mediziners Christian Karagiannidis zwar grundsätzlich ausreichend, wegen der zunehmenden Fallzahlen deuteten sich allerdings mancherorts Engpässe an. Regional und insbesondere in den Großstädten – vor allem in Berlin – Kostenpflichtiger Inhalt gebe es „schon deutliche Einschränkungen in den Kapazitäten“, sagte der zukünftige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DIIN) unserer Redaktion.

(hebu/dpa)