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Corona-Anstieg in den Niederlanden: Urlaubsplanung in den Ferien 2020 - ein Kommentar

Corona-Anstieg in den Niederlanden : Unsere Nachbarn brauchen sich nicht zu wundern

Das Land ging zu locker mit der Pandemie um. Sorge vor einer Reise in unser westliches Nachbarland muss man trotzdem nicht haben. Man sollte aber an einem Punkt vorsichtig sein.

Die Niederländer brauchen sich über die steigenden Corona-Zahlen nicht wundern. Als ich vor drei Wochen nördlich von Amsterdam in einem Strandort Urlaub machte, war schon verblüffend, dass in keinem Geschäft und keinem Restaurant Schutzmasken getragen wurden. Fazit: Angesichts des offensichtlich sehr lockeren Umgangs unserer westlichen Nachbarn mit der Pandemie ist der aktuell sehr steile Anstieg der Fallzahlen fast zwangsläufig.

Für deutsche Urlauber und Ausflügler sind das schlechte Nachrichten. Ein breiter Lockdown im ganzen Land ist zwar eher nicht zu erwarten, aber viele kleinere Restriktionen. Parkplätze könnten gesperrt, Museen wieder dicht gemacht, Shoppingmalls geschlossen werden, die Maskenpficht in großen Teilen von Amsterdam und Rotterdam auch auf Straßen spricht Bände.

Trotzdem sollten sich Ausflügler und Urlauber nicht beirren lassen. Die meisten Strände in den Niederlanden sind breit, viele Lokale haben auf Außengastronomie umgestellt, wer auf Drängelei in Supermärkten ohne Maskenpflicht keine Lust hat, sollte einige Vorräte von zu Hause aus mitbringen, sonst besser nur in kleinen Shops einkaufen.

Der Urlaubssommer 2020 ist und bleibt also ein Corona-Sommer. Die meisten Bürger blieben in Deutschland und lernten oft bis dahin unbekannte Seiten ihres Landes kennen – gut so. Viele Familien und Singles machten Ausflüge in der Region – zumindest auf den Düsseldorfer Rheinwiesen oder am Baldeneysee in Essen war die Stimmung meist entspannt.

2021 kommt wohl die Corona-Impfung: Seien wir froh, dass Deutschland die Krise bis dahin relativ gut überstanden haben wird. In die große weite Welt geht es also noch früh genug wieder. Das Mittelmeer wartet.