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Chinesischer Konzern baut Produktionsanlagen für Corona-Impfstoffe

Zur Herstellung von einer Milliarde Impfdosen : Chinesischer Konzern baut Produktionsanlagen für Corona-Impfstoffe

Chinas Pharmaindustrie hat derzeit vier Impfstoffkandidaten in der letzten Testphase. Sollte die Volksrepublik einen Impfstoff finden, dürfte dieser allerdings vorerst nicht in Europa zum Einsatz kommen.

Der staatliche chinesische Pharmakonzern SinoPharm baut Produktionsanlagen für zwei potenzielle Coronavirus-Impfstoffe. An den Standorten in Peking und Wuhan solle im kommenden Jahr die Kapazität von einer Milliarde Impfdosen erreicht werden, kündigte Konzernchef Liu Jingzhen am Dienstag an. SinoPharm sei auf dem letzten Kilometer eines langen Weges. Wann Ergebnisse zu erwarten seien, sagte er nicht.

Der Konzern testet die zwei Impfstoffe laut Liu in Ländern wie Ägypten, Argentinien, Jordanien und Peru. Bei den Impfmitteln werden inaktive Coronaviren verwendet, so dass es keine Infektionen gibt.

Chinas Pharmaindustrie hat derzeit vier Impfstoffkandidaten in der letzten Testphase. Selbst wenn die Volksrepublik einen Impfstoff finden sollte, dürfte dieser nach Einschätzung von Gesundheitsexperten vorerst nicht in den Europa, in den USA und in Japan zum Einsatz kommen. Grund dafür sind die strengen Anforderungen hier und dort; eine Zulassung würde es vermutlich zuerst in Entwicklungsländern geben.

Die in China entwickelten Impfstoffe sind an 60 000 Menschen getestet worden und hatten „nur leichte Nebenwirkungen“, wie Tian Baogu vom Ministerium für Wissenschaft und Technologie sagte. Tausende chinesische Arbeitnehmer etwa in der Kranken- und Pflegebranche haben die experimentellen Impfungen bereits erhalten.

(lha/dpa)