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Brüsseler Polizei geht gegen tausende Feiernde vor - mehrere Verletzte

Corona-Party in Brüsseler Park : Polizei geht mit Wasserwerfern gegen Tausende Feiernde vor

In einem Brüsseler Park haben sich Polizisten heftige Auseinandersetzungen mit tausenden Menschen geliefert, die trotz Verbots auf einer als Aprilscherz deklarierten Party gefeiert hatten. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein.

Als berittene Polizisten und weitere Einheiten am Donnerstag in dem am südlichen Stadtrand gelegenen Park eintrafen, wurden sie mit Wurfgeschossen aus der Menge empfangen, wie AFP-Reporter berichteten. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein und nahm vier Teilnehmer fest.

Die Staatsanwaltschaft der belgischen Hauptstadt hatte noch am Mittwoch darauf hingewiesen, dass die Feier, zu der in den Online-Netzwerken aufgerufen worden war, aufgrund der Corona-Auflagen verboten sei. Sie warnte vor strafrechtlichen Konsequenzen wegen der mit einer Missachtung des Verbots verbundenen Infektionsgefahren.

Dennoch versammelten sich am Donnerstagnachmittag bis zu 2000 Menschen im Bois de la Cambre. Auf Fernsehbildern waren Gruppen von tanzenden jungen Menschen zu sehen, die sich gegenseitig mit ihren Handys dabei aufnahmen.

Ein Teilnehmer berichtete, die Polizei habe "grundlos Tränengas gegen uns eingesetzt". Medienberichten zufolge wurden bei dem Einsatz mehrere Feiernde verletzt. Nach Polizeiangaben zogen sich auch drei Polizisten Verletzungen zu, ein Beamter musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Der Brüsseler Bürgermeister Philippe Close erklärte auf Twitter, er könne zwar verstehen, dass es die Menschen bei dem frühlingshaften Wetter nach draußen ziehe, aber "wir können solche Versammlungen nicht tolerieren".

Wegen der rasanten Ausbreitung der hochansteckenden britischen Variante des Coronavirus gelten in Belgien seit vergangenem Samstag wieder strikte Beschränkungen. Unter anderem sind Treffen von mehr als vier Erwachsenen im Freien untersagt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Polizei schreitet gegen Feiernde in Brüssel ein

(june/AFP)