Corona-Ausbruch in Schlachtbetrieb Bielefeld schickt Schulkinder von Tönnies-Mitarbeitern nach Hause

Bielefeld · Nach dem Corona-Ausbruch beim Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück hatte der Kreis Gütersloh bereits alle Schulen und Kitas geschlossen. Jetzt reagiert auch das benachbarte Bielefeld.

 An einer Kita im Kreis Gütersloh sind Schilder mit Hygienemaßnahmen in der Coronazeit angebracht. Inzwischen mussten die Kitas und Grundschulen aber wieder schließen.

An einer Kita im Kreis Gütersloh sind Schilder mit Hygienemaßnahmen in der Coronazeit angebracht. Inzwischen mussten die Kitas und Grundschulen aber wieder schließen.

Foto: dpa/David Inderlied

Der Anstieg von Corona-Infizierten im benachbarten Kreis Gütersloh hat Folgen für die Menschen in Bielefeld: Nach Angaben der Stadt wurden am Donnerstag die Schulen und Kitas darüber informiert, dass die Kinder von Tönnies-Beschäftigen nach Hause geschickt werden müssen. Andere Kinder aus dem Kreis Gütersloh betrifft diese Maßnahme nicht, wie die Stadt mitteilte.

Nach Informationen von „Radio Bielefeld“ hat auch das Klinikum Bielefeld reagiert: Es schließt als Reaktion auf die gestiegenen Fallzahlen bei Tönnies seine drei Häuser für Besucher und macht damit zwischenzeitige Lockerungen der Corona-Regeln rückgängig.

Kostenpflichtiger Inhalt Am Mittwoch wurde bekannt, dass 657 Mitarbeiter des Konzerns positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Alle 6800 Mitarbeiter sollen unter Quarantäne gestellt und getestet werden. Der Kreis Gütersloh schloss bereits alle Schulen und Kindertagesstätten bis zu den Sommerferien, der Kreis ordnete zudem die Schließung des Schlachtbetriebs an.

(chal/dpa)