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Betrug mit Corona-Schnelltests: Spahn sieht Bedarf an mehr Kontrollen

Betrugsverdacht mit Corona-Schnelltests : Spahn sieht Kontrollbedarf bei privaten Test-Dienstleistern

Die Gesundheitsämter sollen private Dienstleister für Corona-Tests besser kontrollieren. Das fordert Gesundheitsminister Spahn. Er gibt außerdem eine Perspektive für die Impf-Kampagne.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht einen Bedarf an mehr Kontrollen bei Anbietern von Corona-Tests. „Gerade bei den privaten Dienstleistern (...) braucht es offenkundig noch zusätzliche Kontrollen“, sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Anne Will“. Aus Berlin heraus könne man die Testzentren nicht kontrollieren. Das sei nur durch die Gesundheitsämter vor Ort möglich. Darüber werde er auch am Montag mit den Gesundheitsministern der Länder sprechen.

Am Wochenende war bekannt geworden, dass ein möglicher Abrechnungsbetrug bei Bürgertests immer weitere Kreise zieht. Bekannt wurden Verdachtsfälle in Nordrhein-Westfalen und Bayern.

Spahn kündigte in der Sendung außerdem an, dass bis Mitte Juli rund 90 Prozent der impfwilligen Erwachsenen geimpft werden können. Derzeit seien es rund zwei Drittel, so Spahn. Die gesamte Impfbereitschaft der Bevölkerung sieht der Gesundheitsminister bei 70 bis 75 Prozent. Spahn verwies zugleich auf die Dynamik der Impfungen in Deutschland – waren zu Ostern erst 12 Prozent der Bürger geimpft, so sei die Zahl bis Pfingsten auf knapp 40 Prozent gestiegen. Zuletzt lag die Impfquote nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 42,2 Prozent, vollständige geimpft waren demnach 17,1 Prozent.

Bis Ende August könne man auch die über Zwölfjährigen impfen, deren Eltern dies wollten. Denn man erwarte demnächst viele weitere Dosen von Impfherstellern. Bis Ende August sollten es über 50 Millionen von Biontech/Pfizer sein. FDP-Chef Christian Lindner spricht sich dafür aus, dass Schulen rasch wieder zum Präsenzunterricht zurückkehren sollten und nicht mehr geschlossen werden dürften.

(c-st/dpa/Reuters)