1. Panorama
  2. Coronavirus

Berliner Virologe Drosten relativiert Twitter-Aussage „das sieht nicht gut aus“

Bezüglich neuer Corona-Variante : Drosten relativiert Twitter-Aussage „das sieht nicht gut aus“

Die Aussagen des Virologen Christian Drosten können schon mal hohe Wellen schlagen. Einer davon ist der Forscher nun selbst entgegengetreten, nachdem er mit einem Satz viele besorgte Reaktionen hervorgerufen hatte.

Der Berliner Virologie Christian Drosten stellt eine auf Twitter gemachte Äußerung klar. Nach dem Tweet „Das sieht leider nicht gut aus“ bezogen auf die neue Corona-Variante aus Großbritannien hatten zahlreiche Nutzer im Netz und auch Medien darauf mit Sorge reagiert. Nun relativiert er den Satz.

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Mit der Formulierung „Das sieht nicht gut aus“ habe ich ja was losgetreten… Um Spekulationen ein Ende zu bereiten: dies bezog sich allein auf den jetzt deutlicheren Beleg der verstärkten Verbreitung der Mutante. Sonst keine Änderung meiner Einschätzung. <a href="https://t.co/mj1AyNag7i">https://t.co/mj1AyNag7i</a></p>&mdash; Christian Drosten (@c_drosten) <a href="https://twitter.com/c_drosten/status/1341419890322919424?ref_src=twsrc%5Etfw">December 22, 2020</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
Dieses Element enthält Daten von Twitter. Sie können die Einbettung solcher Inhalte auf unserer Datenschutzseite blockieren

„Mit der Fomulierung habe ich ja was losgetreten“, schreibt Drosten auf Twitter und weiter: „Um den Spekulationen eine Ende zu bereiten: dies bezog sich allein auf den jetzt deutlicheren Beleg der verstärkten Verbreitung der Mutante.“ Davon abgesehen ändere sich seine Einschätzung nicht.

Den viel diskutierten Satz schrieb der Virologe in der Nacht zu Dienstag und teilte eine neue Auswertung der britischen Gesundheitsbehörde. Deren Daten zeigen, dass die Virus-Mutation in der Tat deutlich ansteckender ist als bisher aufgetretene Varianten. Positiv ist Drostens Ansicht nach die Aussage der britischen Experten, dass Fälle mit der Mutante bisher nur in Gebieten zunahmen, in denen die Gesamtinzidenz hoch oder ansteigend war. Das spreche dafür, dass die Reduzierung von Kontakten auch gegen die Verbreitung der Mutante wirke.

Drosten hatte noch am Vortag gesagt, er gehe davon aus, dass die in Großbritannien zirkulierende neue Variante des Coronavirus Deutschland bereits erreicht hat. Er appellierte aber zunächst, sich davon nicht zu sehr aus der Ruhe bringen zu lassen. Das Virus komme seit Ende September in England vor und sei im Oktober noch überhaupt nicht im Fokus gewesen. Kostenpflichtiger Inhalt Lesen Sie hier Kostenpflichtiger Inhalt unseren Kommentar zu Drostens Meinungsänderung.

(chal)