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Baden-Württemberg: 80 Corona-Neuinfizierte in Schlachtbetrieb

Ein Viertel der Belegschaft : 80 Corona-Neuinfizierte in Schlachtbetrieb in Baden-Württemberg

In einem Schlachthof in Birkenfeld bei Pforzheim sind weitere 80 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit steige die Zahl der Mitarbeiter, die mit Sars-CoV-2 infiziert sind oder waren, auf rund 400.

Das sei knapp ein Viertel der Belegschaft von etwa 1100 Mitarbeitern, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes im baden-württembergischen Enzkreis am Dienstag. Die Ergebnisse hatte die Behörde am Montagabend veröffentlicht. Mehrere Medien berichteten darüber.

Fast 150 Mitarbeiter seien inzwischen genesen. Das bedeutet, dass sie zwar wieder zur Arbeit dürfen. Sie unterliegen aber weiter der Betriebsquarantäne und dürfen sich nur zwischen Wohnung und Arbeitsstätte bewegen, wie die Sprecherin weiter erklärte.

Die Firma erklärte in einer Pressemitteilung vom Vorabend, einen „Pandemieplan 2.0“ erarbeiten zu wollen. „Die Gesundheit der Menschen, die bei uns arbeiten, liegt uns am Herzen“, wurde Martin Müller, Geschäftsführer von Müller Fleisch, darin zitiert.

Die infizierten Mitarbeiter, die in beengten Wohnverhältnisse lebten, sind vom Landratsamt seit einiger Zeit in Ausweichunterkünften untergebracht. Laut Sprecherin war eine Schließung des Unternehmens - auch in Zusammenarbeit mit dem Landesgesundheitsamt - geprüft, aber verworfen worden. Dafür gebe es keine rechtliche Handhabe, solange die Firma sich an die Auflagen halte.

(anst/dpa)