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Armin Laschet: Wie der Ministerpräsident Corona-Weihnachten feiert

Laschet im „Kölner Treff“ : So will der Ministerpräsident persönlich Corona-Weihnachten feiern

Die Corona-Zahlen sind unverändert hoch. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet drängt deshalb noch vor Weihnachten auf einen bundesweiten Lockdown. Doch wie will er persönlich mit der Pandemie an den Festtagen umgehen. Im „Kölner Treff“ hat er sich jetzt geäußert.

Am Sonntag wollen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder zu neuen Beratungen treffen. NRW-Landeschef Armin Laschet wirbt davor für einen bundesweiten, harten Lockdown noch vor den Festtagen. Doch kommt dieser Schritt angesichts der hohen Zahlen nicht zu spät? Diese Frage stellte WDR-Moderatorin Bettina Böttinger dem NRW-Ministerpräsidenten am Freitagabend im „Kölner Treff“.

„Ich kenne keinen, der bei den letzten Verhandlungen einen kompletten Lockdown gefordert hat“, verteidigte Laschet den bisherigen Kurs. Erst die Stellungnahme der Leopoldina habe die jetzige Diskussion befeuert, anschließend auch die Kostenpflichtiger Inhalt eindrückliche Rede von Kanzlerin Angela Merkel im Bundestag. Seine Forderung jetzt bekräftigte Laschet. „Wir machen das alles, damit es im Januar und Februar besser wird.“ Vor den Weihnachtsfeiertagen müsse das Infektionsniveau gesenkt werden. Laut Wissenschaftlern bestehe die Chance, die Zahlen durch einen Lockdown bis Januar zu halbieren – und dann helfe parallel auch der Impfstoff bei der Eindämmung der Pandemie.

Dass Länder wie Sachsen schon vor den gemeinsamen Beratungen vorgeprescht sind, sei richtig, betonte der Ministerpräsident. Bundesländer mit besonders schlechten Inzidenzzahlen müssten laut den letzten Vereinbarungen schärfere Maßnahmen ergreifen.

Ab wann werden die Geschäfte in NRW geschlossen? Bei der Antwort auf diese Frage wollte sich Laschet auf Nachfrage nicht festlegen. „Ich wollte hier nicht in einen Wettbewerb einsteigen“, sagte er. Die Schließung müsse aber so schnell wie möglich geschehen. Die NRW-Händler Kostenpflichtiger Inhalt fürchten aufgrund der Lockdown-Forderung einen Kundenansturm.

Beim Blick auf das Weihnachtsfest zeigte sich der Ministerpräsident im „Kölner Treff“ zögerlich, ob überhaupt Gottesdienste in den Kirchen stattfinden könnten. Er habe zwar bei seiner Gemeinde schon vorab ein Ticket für Heiligabend erworben, „aber ob das stattfinden kann, bin ich nicht sicher“. Schon zu Ostern habe man Gottesdienste nicht verboten, weil es eben etwas anderes sei, Restaurants und Bars zu schließen als Kirchen und Synagogen. Damals hätten die Gemeinden aber auch verantwortlich gehandelt und keine Gottesdienste durchgeführt. „Sie werden das diesmal genauso verantwortlich halten“, bekräftigte Laschet.

Schließlich fragte ihn Moderatorin Böttinger noch nach seinen ganz privaten Weihnachtsplänen:

Wie werden Sie feiern?

Laschet Im engsten Familienkreis, Reisen wird es nicht geben.

Engster Familienkreis – was heißt das?

Laschet Kinder.

Mit Partnern?

Laschet Ohne Partner.

Ich wollte nur mal nachfragen.

Laschet Fünf sind ja erlaubt.

Fünf, das wären dann drei Kinder. Heißt aber: Ihr Vater ist raus.

Laschet Mal gucken, wie wir das regeln. Vielleicht wechseln wir uns auch ab.

Der NRW-Ministerpräsident bekräftigte außerdem, dass Besuche von Angehörigen in Pflegeheimen zu Weihnachten möglich sein sollen. „Die Menschen sollen nicht allein sein“, sagte er. Möglich werde das etwa durch Schnelltests.

(hebu)