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Angela Merkel: Kanzlerin begründet Corona-Hilfen als Basis für Zeit nach der Pandemie

In ihrem Video-Podcast : Kanzlerin Merkel begründet Corona-Hilfen als Basis für Zeit nach der Pandemie

Jeden Samstag meldet sich Kanzlerin Angela Merkel in ihrem Video-Podcast zu Wort. Dieses Mal sprach sie über die vom Bund verabschiedeten Corona-Hilfen für die betroffenen Unternehmer.

Vor der Verabschiedung des Haushalts für kommendes Jahr im Bundestag hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die finanziellen Hilfen in der Corona-Krise begründet. Die Bundesregierung habe dafür in kurzer Zeit so viel Geld zur Verfügung gestellt wie noch nie, sagte die Kanzlerin am Samstag in ihrem wöchentlichen Video-Podcast. Das koste viel Geld und trage Deutschland eine sehr hohe Neuverschuldung ein. „Aber noch höher wären die Kosten, finanziell wie sozial, wenn viele Unternehmen zusammenbrächen und Millionen von Arbeitsplätzen verloren gingen.“ Diese hohen Summen 2020 und 2021 einzusetzen sei überhaupt nur möglich, weil in den vergangenen Jahren gut gehaushaltet worden sei, sagte Merkel. Der Bundestag will den Etat in der kommenden Woche verabschieden.

Sie sei überzeugt davon, „dass wir damit und mit den Zuschüssen und Förderprogrammen, die wir aufgelegt haben, eine solide Basis für die Zeit schaffen, wenn die Pandemie unter Kontrolle ist“, sagte die Kanzlerin. Die deutsche Wirtschaft solle dann in einer guten Ausgangsposition sein, um rasch wieder erfolgreich zu wachsen.

Besonders bitter sei, dass in diesen Wochen Theater, Kinos, Opern, Museen, Clubs und andere kulturelle Einrichtungen geschlossen sein müssten, sagte Merkel. Die Kultur bedeute viel mehr als nur Arbeitsplätze und Umsätze. „Uns fehlt, was die Künstler uns geben und was nur sie uns geben können.“ Es sei ihr deshalb wichtig, umfangreiche Hilfe für Künstler und Kreative zu leisten. Deutschland sei ein so lebenswertes Land, weil Kunst und Kultur jedem und beinahe überall zugänglich seien. „So soll es bleiben; auch dafür stellt die Bundesregierung große Summen zur Verfügung.“

Es sei klar, dass dieses Maß an Unterstützungen nicht endlos fortgesetzt werden könne, und dass die außerordentlichen neuen Schulden ab 2023 wieder abgetragen werden müssten, betonte die Kanzlerin. Aber nach mehr als einem Dreivierteljahr der Pandemie sei mittlerweile ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen. „Wir dürfen hoffen, dass schon sehr bald ein oder mehrere Impfstoffe zur Verfügung stehen werden. Dann können wir Schritt für Schritt das Virus besiegen.“

(mja/epd)