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Aktuelle Corona-Zahlen für den 03.07.2022: RKI meldet sonntags keine neuen Fälle

Aktuelle Corona-Fallzahlen : Eine Neuinfektion in Deutschland erfasst, 1.003 Erkrankte in den Kliniken

Nach über zwei Jahren Pandemie hat das Robert-Koch-Institut die Meldungen neuer Fallzahlen überarbeitet. Sonntag werden aktuell keine neuen Fälle im Vergleich zum Vortag gemeldet. Hier finden Sie dennoch alle aktuell bekannten Werte zur Lage im Land.

Daten: Corona-Fallzahlen für Deutschland

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) haben die Gesundheitsämter in Deutschland in den vergangenen 24 Stunden eins Neuinfektionen gezählt. Das sind genauso viele Fälle wie am vergangenen Sonntag gemeldet wurden. Gleichzeitig wurden keine neuen Todesfälle gemeldet, 17.378 weitere Covid-Patienten wurden vom RKI als wieder genesen erfasst.

In den letzten sieben Tagen wurden dem RKI in Deutschland insgesamt 552.959 neue Fälle gemeldet. Pro 100.000 Einwohner wurden somit in der letzten Woche 665 Neuinfektionen bekannt. In der Vorwoche wurden noch höhere Zahlen erfasst, damals meldete das RKI 568.253 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen, was einer Inzidenz von 683,4 entspricht. Der mittelfristige Trend in Deutschland ist somit positiv, die Zahl der Neuinfizierten geht zurück.

Die aktuellen Daten wurden am Sonntagmorgen - mit Stand 03.07.2022 um 03:01 - vom RKI veröffentlicht. Spätere Anpassungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Die erfassten tagesaktuellen Zahlen unterliegen starken Schwankungen. Beispielsweise, weil am Wochenende weniger Testungen durchgeführt werden oder es zu Verzögerungen in der Meldekette kommen kann. Aufgrund des momentanen Pandemie-Geschehens mit einer Inzidenz von 665 sind die Meldungen des RKI zu Fallzahlen und Inzidenzen zurzeit besonders unscharf: unter anderem weil Meldungen über Neuinfektionen verzögert beim einlaufen und Labor-Kapazitäten für PCR-Tests knapp sind.

Seit dem Ausbruch der Epidemie haben sich in Deutschland insgesamt rund 28,39 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, bislang haben die Behörden 141.292 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung erfasst. Allerdings schätzt das Robert-Koch-Institut auch, dass rund 26,74 Millionen Corona-Patienten wieder genesen sind.

Nach aktuellem Stand gelten geschätzt noch 1.508.528 Personen als aktiv mit Covid-19 infiziert, ein Rückgang um 17.377 aktive Fälle im Vergleich zum Vortag. Die Zahl setzt sich aus der geschätzten Zahl der Genesungen und den bestätigten Todes- und Fallzahlen zusammen.

Daten: Tests und Impfungen in Deutschland

Seit Ende Dezember 2020 wird das Coronavirus in Deutschland mittels Impfungen bekämpft. Bislang erhielten rund 64,6 Millionen Menschen eine erste Dosis von einem der erlaubten Impfstoffe. Im Vergleich zur Meldung des Vortrags zählte das RKI 813 neue Erstimpfungen. Damit wurden bislang 77,64 Prozent aller Menschen in Deutschland mindestens einmal geimpft.

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Für einen vollständigen Schutz vor dem Virus benötigt es derzeit bei fast allen zugelassenen Impfstoffen eine weitere Dosis bzw. sogar eine dritte Impfung. In Deutschland gelten bislang rund 63,13 Millionen Menschen durch ihre zweite Impfung als "vollständig geschützt". Im Vergleich zum Vortag wurden 1.599 weitere Zweitimpfungen vom RKI erfasst. Die Quote der Menschen mit "vollständigem Impfschutz " im Land liegt damit bei 75,92 Prozent.

Mittlerweile ist jedoch bekannt, dass der Impfschutz der bislang zulässigen Impfstoffe nach fünf bis sechs Monaten nachlässt. Deshalb wird seit dem Herbst 2021 die sogenannte "Booster"-Impfung verbreitet angeboten. Durch sie soll der Impfschutz aufgefrischt werden. Bislang haben 49,76 Mio. Menschen eine solche Auffrischung erhalten - das sind 78,8 Prozent aller Menschen, die bislang als "vollständig geimpft" gezählt wurden. Im Vergleich zum Vortag wurden 5.112 weitere Booster-Impfungen vom RKI erfasst.

Gleichzeitig wird in Deutschland auch weiterhin auf das Virus getestet. Die Zahl der wöchentlichen Testungen in den Laboren lag zuletzt in Kalenderwoche 25 bei 888,50 Tsd. Davon wurden zuletzt 443.230 als positiv ausgewertet, eine Quote von 49,89 Prozent. Das geht ebenfalls aus Daten des RKI hervor. Im Vergleich zur Vorwoche wurden damit mehr Personen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet. Zuvor lag die Quote bei 46,17 Prozent, von 675,19 Tsd. Tests waren damals 311.760 positiv.

Daten: Stark betroffene Regionen in Deutschland

Das in Deutschland am stärksten betroffene Gebiet ist Plön. Hier gab es in den vergangenen sieben Tagen 1778,1 neue Fälle pro 100.000 Einwohner. Die Region mit den wenigsten Infektionen ist der Saale-Orla-Kreis, hier liegt die Inzidenz bei 116,8.

In den letzten sieben Tagen wurde in allen Städten und Kreisen des Landes mindestens eine neue Infektion gemeldet.

Daten: Hospitalisierungswerte und Lage auf den Intensivstationen in Deutschland

Die Lage in den Krankenhäusern gilt seit dem Herbst 2021 als wichtiger Indikator für die Bewertung der Pandemie. In den vergangenen sieben Tagen wurden in Deutschland 4783 Menschen mit einer Covid-Infektionen stationär im Krankenhaus aufgenommen. Die sogenannte Hospitalisierungsquote - die Anzahl der Patienten pro 100.000 Einwohner einer Region innerhalb einer Woche - liegt derzeit bei 5,75. Mit einem Anstieg der Fälle um 16 Prozent im Vergleich zum Wert der Vorwoche ist der Trend bei den Hospitalisierungszahlen negativ.

In den Kliniken in Deutschland werden derzeit 1.003 Covid-Patienten auf der Intensivstation behandelt, 302 davon müssen beatmet werden. Insgesamt stehen aktuell noch 3.952 von 23.577 Intensivbetten in den Krankenhäusern des Landes zur Verfügung.

Daten: R-Wert in Deutschland

Die Reproduktionszahl, auch als R-Wert bekannt, liegt den Berechnungen des RKI zufolge momentan bei 1,04. Das deutet, dass ein Infizierter im Schnitt mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Am Vortag lag der Wert noch bei 1,06.

Liegt der R-Wert unter 1,0 geht die Zahl der Neuinfektionen zurück. Bei einem Wert über 1,0 bereitet sich das Virus verstärkt aus. Größere lokale Vorfälle, wie beispielsweise die Masseninfektion von Arbeitern in einer Schlachterei im Kreis Gütersloh Mitte Juni, beeinflussen den R-Wert stark. Besonders bei insgesamt wenigen Neuerkrankungen kann der Wert laut RKI verhältnismäßig auffallend schwanken.

Daten: Neuinfektionen pro Bundesland

Für die einzelnen Bundesländer hat das RKI folgende Werte für Neuinfektionen in der vergangenen Woche erfasst (Stand 03.07.2022 um 03:01):

  • Baden-Württemberg: 62.379 Neuinfektionen, 561,82 pro 100.000 Einwohner
  • Bayern: 83.705 Neuinfektionen, 637,02 pro 100.000 Einwohner
  • Berlin: 16.770 Neuinfektionen, 457,69 pro 100.000 Einwohner
  • Brandenburg: 11.112 Neuinfektionen, 439,02 pro 100.000 Einwohner
  • Bremen: 4.969 Neuinfektionen, 730,6 pro 100.000 Einwohner
  • Hamburg: 12.017 Neuinfektionen, 648,7 pro 100.000 Einwohner
  • Hessen: 49.962 Neuinfektionen, 793,91 pro 100.000 Einwohner
  • Mecklenburg-Vorpommern: 10.326 Neuinfektionen, 641,06 pro 100.000 Einwohner
  • Niedersachsen: 74.897 Neuinfektionen, 935,81 pro 100.000 Einwohner
  • Nordrhein-Westfalen: 130.365 Neuinfektionen, 727,26 pro 100.000 Einwohner
  • Rheinland-Pfalz: 26.463 Neuinfektionen, 645,69 pro 100.000 Einwohner
  • Saarland: 8.122 Neuinfektionen, 825,41 pro 100.000 Einwohner
  • Sachsen: 15.815 Neuinfektionen, 389,83 pro 100.000 Einwohner
  • Sachsen-Anhalt: 9.625 Neuinfektionen, 441,38 pro 100.000 Einwohner
  • Schleswig-Holstein: 30.360 Neuinfektionen, 1042,99 pro 100.000 Einwohner
  • Thüringen: 6072 Neuinfektionen, 286,38 pro 100.000 Einwohner

Daten: Infektionen und Todesfälle pro Bundesland

Folgende bestätigte Gesamtzahlen über Infektionen und Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 hat das RKI für die einzelnen Bundesländer erfasst (Stand: 03.07.2022 um 0:00 Uhr):

  • Baden-Württemberg: 3.884.792 nachgewiesene Infektionen, 16.354 bestätigte Todesfälle
  • Bayern: 5.189.615 nachgewiesene Infektionen, 24.448 bestätigte Todesfälle
  • Berlin: 1.110.936 nachgewiesene Infektionen, 4.649 bestätigte Todesfälle
  • Brandenburg: 828.435 nachgewiesene Infektionen, 5.719 bestätigte Todesfälle
  • Bremen: 218.975 nachgewiesene Infektionen, 794 bestätigte Todesfälle
  • Hamburg: 639.904 nachgewiesene Infektionen, 2.728 bestätigte Todesfälle
  • Hessen: 2.052.799 nachgewiesene Infektionen, 10.388 bestätigte Todesfälle
  • Mecklenburg-Vorpommern: 518.237 nachgewiesene Infektionen, 2.263 bestätigte Todesfälle
  • Niedersachsen: 2.660.487 nachgewiesene Infektionen, 9.695 bestätigte Todesfälle
  • Nordrhein-Westfalen: 5.796.704 nachgewiesene Infektionen, 25.771 bestätigte Todesfälle
  • Rheinland-Pfalz: 1.258.378 nachgewiesene Infektionen, 5.760 bestätigte Todesfälle
  • Saarland: 342.804 nachgewiesene Infektionen, 1.720 bestätigte Todesfälle
  • Sachsen: 1.566.305 nachgewiesene Infektionen, 15.607 bestätigte Todesfälle
  • Sachsen-Anhalt: 747.585 nachgewiesene Infektionen, 5413 bestätigte Todesfälle
  • Schleswig-Holstein: 847.851 nachgewiesene Infektionen, 2.616 bestätigte Todesfälle
  • Thüringen: 728.823 nachgewiesene Infektionen, 7.367 bestätigte Todesfälle

Daten: Coronavirus in Deutschland auf Altersgruppen und Geschlechter verteilt

Besonders gefährdet durch das Virus sind ältere Menschen, das belegen die Statistiken. Doch auch bei Kindern und Jugendlichen wurde das Virus bereits nachgewiesen. Aktuell wurden folgende Daten über Infektionen in den unterschiedlichen Altersgruppen erfasst:

  • Altersgruppe 0-4 Jahre: 904.993 Fälle (3,2 Prozent Gesamtanteil)
  • Altersgruppe 5-14 Jahre: 3.999.852 Fälle (14,1 Prozent Gesamtanteil)
  • Altersgruppe 15-34 Jahre: 8.691.530 Fälle (30,6 Prozent Gesamtanteil)
  • Altersgruppe 35-59 Jahre: 10.600.005 Fälle (37,3 Prozent Gesamtanteil)
  • Altersgruppe 60-79 Jahre: 3.170.715 Fälle (11,2 Prozent Gesamtanteil)
  • Altersgruppe 80+: 994.345 Fälle (3,5 Prozent Gesamtanteil)
  • keine Altersangabe: 31.054 Fälle (0,1 Prozent Gesamtanteil)

Mittlerweile haben verschiedene Studien herausgefunden, dass Männer anfälliger sind für schwere Verläufe oder gar tödliche Folgen einer Covid-19-Erkrankung. Die RKI-Statistik erfasst in Deutschland aktuell mehr weibliche Infizierte. Folgende Corona-Werte nach Geschlechtern wurden bislang erfasst:

  • Männer: 13.573.332 Fälle (47,8 Prozent Gesamtanteil)
  • Frauen: 14.550.423 Fälle (51,2 Prozent Gesamtanteil)
  • keine Geschlechtsangabe: 268.739 Fälle (0,9 Prozent Gesamtanteil)

Grafiken: Alle Daten zur Corona-Pandemie in Deutschland

Im Folgenden finden Sie verschiedene Daten-Visualisierungen der offiziell vermeldeten Zahlen zur Corona-Epidemie in Deutschland.

Grafiken: Zahlen zur Corona-Pandemie weltweit

Für die folgenden Grafiken zur weltweiten Verbreitung greifen wir auf Daten der amerikanischen Johns Hopkins University zurück. Die Universität aus Baltimore sammelt bereits seit Ausbruch der Pandemie zu Beginn des Jahres Daten und gilt als seriöse Quelle für Angaben zur Virusverbreitung weltweit.

Dabei greifen die Forscher der Universität auf Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO, Angaben staatlicher Behörden in aller Welt, Medienberichte und weitere Quellen zurück. Dadurch ist die wohl größte und aktuellste Datenbank zur weltweiten Entwicklung der Pandemie entstanden. Die Grafiken aktualisieren sich mindestens einmal pro Tag automatisch.

Unsere Grafiken und interaktiven Karten mit speziellem Fokus auf Nordrhein-Westfalen finden Sie hier. Seit Mitte April veröffentlichen wir zusätzlich, wie sich die Situation auf den Intensivstationen der Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen darstellt. Alle Daten dazu finden Sie hier.

Außerdem haben wir hier erklärt, wie wir mit den Daten arbeiten, welche Datenquellen wir sonst noch nutzen, wie häufig die Daten aktualisiert werden und wieso wir manche gewünschten Daten leider nicht abbilden können.

Alle aktuellen Informationen rund um die Ausbreitung des Coronavirus finden Sie jederzeit in unserem Liveblog. Sie haben einen Fehler in den Grafiken oder der interaktiven Karte entdeckt? Mailen Sie uns.