Streit um Corona-Maßnahmen Ärzte sind offen für Ende der Isolation

Düsseldorf/Berlin · NRW hält vorerst an der Maskenpflicht in Bus und Bahn sowie der Absonderung infizierter Personen fest. Doch die Rufe nach einer einem Ende der Isolationspflicht mehren sich. Der Präsident der Bundesärztekammer hält eine Aufhebung für „medizinisch vertretbar“.

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Foto: dpa/Jens Büttner

Trotz hoher Fallzahlen streiten Bund und Länder über die Fortsetzung der Corona-Maßnahmen. Nun will der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Daniel Günther (CDU), die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen zum Jahresende auslaufen lassen. Der Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen, Karl-Josef Laumann (CDU), sieht das kritisch und fordert eine einheitliche Linie: „Ich bin der Meinung, dass man bei der Maskenpflicht in Zügen, Bussen und Bahnen sowohl im Fernverkehr als auch im ÖPNV eine einheitliche Linie braucht. Aktuell ist vom Bund eine Maskenpflicht im Fernverkehr vorgegeben, sodass wir auch in Nordrhein-Westfalen im ÖPNV an der Maskenpflicht festhalten“, sagte Laumann unserer Redaktion. Er betonte aber auch: „Sollten sich die infektiologischen Rahmenbedingungen ändern, sollten sich Bund und Länder auch möglichst gemeinsam auf Änderungen verständigen.“ Einheitliche Linie bedeutet auch, dass in Fern- und Nahverkehr die gleichen Regeln gelten sollen: „Den Bürgerinnen und Bürgern wäre nur schwer zu vermitteln, warum sie in den Zügen des Fernverkehrs eine Maske tragen müssen, während das im ÖPNV nicht der Fall ist“, so Laumann weiter.