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13,8 Prozent: Konjunktur in Frankreich bricht im zweiten Quartal drastisch ein.

Im zweiten Quartal : Konjunktur in Frankreich bricht drastisch ein

Die Wirtschaft in Frankreich ist wegen der Corona-Krise noch stärker abgestürzt als die deutsche. Im zweiten Quartal ist die Wirtschaftsleistung um 13,8 Prozent geschrumpft.

Das teilte das Statistikamt Insee am Freitag in Paris nach einer ersten Schätzung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die Monate April bis Juni mit. Zum Vergleich: Die deutsche Wirtschaft brach im Frühjahr um 10,1 Prozent ein.

Bereits im ersten Quartal hatten sich in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone deutliche Spuren der Corona-Krise gezeigt. In den Monaten Januar bis März war die Wirtschaftsleistung im Quartalsvergleich um 5,9 Prozent gesunken.

Experten hatten für das zweite Quartal allerdings mit einem noch stärkeren Einbruch um 15,2 Prozent gerechnet, weil die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vor allem in diesen Abschnitt fallen. Frankreich zählt zu den Ländern in Europa, die von der Pandemie besonders stark getroffen wurden. Geschäfte und Hotels mussten bis zum 11. Mai schließen. Cafès und Restaurants durften erst ab dem 2. Juni wieder aufmachen.

Für das Gesamtjahr rechnet die französische Notenbank mit einem Einbruch von zehn Prozent. „Hoffentlich erreichen wir Anfang 2022 wieder ein Niveau, das wir vor Covid hatten", sagte Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau.

(ahar/dpa/Reuters)