Sinkende Neuinfektionen Chinesische Metropolen lockern strenge Corona-Beschränkungen

Peking · Nach einem zweimonatigen Corona-Lockdown haben die chinesische Großstädte Shanghai und Peking Lockerungen der strengen Auflagen angekündigt. In den Schulen darf zumindest teilweise wieder unterrichtet werden, Geschäfte können wieder öffnen.

 Die Behörden in Shanghai wollen einige wichtige Schritte unternehmen, um die größte Stadt Chinas nach der zweimonatigen Corona-Absperrung wieder zu öffnen.

Die Behörden in Shanghai wollen einige wichtige Schritte unternehmen, um die größte Stadt Chinas nach der zweimonatigen Corona-Absperrung wieder zu öffnen.

Foto: dpa/Mark Schiefelbein

Ab Mittwoch sollen in der chinesischen Metropole Shanghai wieder alle Busse und U-Bahn-Linien fahren und auch die Zugverbindungen mit dem Rest des Landes wiederhergestellt werden, wie der stellvertretende Bürgermeister Zong Ming am Dienstag in einer Pressekonferenz mitteilte. Der Lockdown hatte Millionen Menschen weitgehend in ihren Wohnungen eingeschlossen und die Wirtschaft der Stadt zum Erliegen gebracht.

Die Schulen in Shanghai sollten nach Angaben des stellvertretenden Bürgermeisters auf freiwilliger Basis teilweise wieder geöffnet werden: Die älteren Schülerinnen und Schüler gehen wieder zum Unterricht, wenn sie das wollen. Die anderen Klassen und Kindergartenkinder bleiben weiterhin zu Hause. Einkaufszentren, Supermärkte, Lebensmittelgeschäfte und Drogerien können schrittweise wieder Kunden empfangen, aber nur bis höchstens 75 Prozent ihrer Gesamtkapazität. Kinos und Fitnessstudios bleiben geschlossen.

Die Stadtverwaltung, die Anfang Mai den 1. Juni als Zieltermin für die Wiedereröffnung festgelegt hatte, schien bereit, die in den letzten Tagen gestatteten Lockerungen zu beschleunigen. Einige Einkaufszentren und Märkte haben bereits wieder geöffnet, und manche Anwohner erhielten Passierscheine, mit denen sie jeweils für ein paar Stunden nach draußen gehen können. Zumindest in Chatgruppen zeigten sich Einwohner zufrieden über die Aussicht, sich zum ersten Mal seit Ende März wieder frei in der Stadt bewegen zu können.

In Shanghai wurden am Montag 29 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert, nachdem es im April noch mehr als 20 000 pro Tag waren. Der oberste Beamte der regierenden Kommunistischen Partei in Shanghai, Li Qiang, wurde am Montag auf einer Sitzung mit den Worten zitiert, die Stadt habe durch kontinuierlichen Kampf große Erfolge bei der Bekämpfung des Ausbruchs erzielt.

Auch die Hauptstadt Peking lockerte am Dienstag die Corona-Beschränkungen. Am Montag wurden dort 18 neue Fälle registriert.

(dni/dpa)
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