Deutsches Schuhinstitut präsentiert Schuhmode für 2002: "City-Flitzer" voll im Trend

Deutsches Schuhinstitut präsentiert Schuhmode für 2002 : "City-Flitzer" voll im Trend

Frankfurt (rpo). Hohe Stöckel sind völlig out - Frau von Welt greift heutzutage eher zu sportlichen Schuhen mit flachen Absätzen. Auch die klotzige Plateuau-Mode ahat endgültig ausgedient. Im Trend liegen für die Frühjahr-Sommersaison 2002 schlanke Schuhe.

Schlanker, feiner, klassischer wird die Schuhmode im Frühjahr und Sommer 2002. Bei der Schau des Deutschen Schuhinstituts am Dienstag in Offenbach zeigte sich bei der Damenmode deutlich der Trend zu klaren Formen und zu flacheren Absätzen. Drei bis fünf Zentimeter sind für die Damenwelt künftig das höchste der Gefühle, um sich im Arbeitsalltag unbehindert bewegen zu können.

Neue Absatzformen verleihen den Schuhen zudem eine neue, stilvolle Silhouette: Die dicken Klötze werden von kleinen runden und schmalen Absätzen verdrängt. Vor allem beim Schuhwerk für den Alltag sind bei Mann und Frau zunehmend bequeme, aber klassische Slipper im Collegestil willkommen. "Die berufstätige Frau schaut in erster Linie nach funktionellen und ansprechenden Schuhen. Modische College-Slipper bieten beides", sagt Konrad Weißler vom Deutschen Schuhinstitut.

Im Hochsommer darf es bei den Damen aber schon etwas luftiger sein. Zwar wird auch in der kommenden Saison die klassische Sandalette nicht verschwinden. Die Pantoletten setzen jedoch ihren Siegeszug fort. Im Sommer 2000 sind sie das erste Mal in Erscheinung getreten, nun kommen sie in verschiedenen Modellen und Varianten in die Läden. Vorn meist geschlossen und spitz oder eckig zulaufend, dominieren Pantoletten mit offener Verse und freiem Fuß. Sie haben die klassischen Pumps in diesem Sommer nahezu völlig verdrängt.

In puncto Material ist dabei alles erlaubt, was gefällt und bequem ist. Jeansstoffe mit Leder kombiniert sind ebenso begehrt wie glatte, weiche Lederarten. Auch Fettleder - ein dickes, matt glänzendes Material - ist seit langem wieder aktuell. Ein neuer Trend auf dem deutschen Schuhmarkt sind zwei- oder dreifarbige Modelle: Letztere werden vor allem in den Farben rot, blau und weiß zu haben sein. Zum klassischen Kostüm oder zum Hosenanzug sind schwarz-weiße Modelle im Kommen.

Was bei aktuellen Modetrends immer wieder beobachtet wird, gilt auch für die Fußbekleidung: bestimmte Trends kehren immer wieder. So sind in den nächsten Monaten wieder die klassischen Jeansturnschuhe mit der Gummikappe aktuell. Bereits sind in den 80er Jahren waren sie allseits beliebt. "Jetzt legen einige Fabrikanten sogar ihre alten Schnitte leicht verändert wieder auf", sagt Weißler.

Auch bei einzelnen Accessoires ist der Rückgriff auf Bewährtes spürbar. Blumenapplikationen, verspielte Drucke und Fesselbändchen garantieren von jeher einen romantischen Touch. Schnallen, goldbedruckte Stoffe und Nieten verweisen ebenfalls auf Altbekanntes.

Bei den Herren steht der Komfort nach wie vor im Vordergrund. Auch hier kehren die Anbieter den rustikaleren Varianten ein wenig den Rücken zu und bevorzugen klassische, elegante Schnitte. Weiches, glattes Leder macht die Frühjahr- und Sommermode aus. Mit hellen Tönen wie Sandfarben und zartem Blau kommt bei den Männern der Sommer daher. Ähnlich wie bei den Damen setzen auch hier dreifarbige Schuhe - in blau, rot und weiß - trendige Farbtupfer.

Das Pendant zu den Pantoletten der Damen sind bei den Männern leichte, hinten offene Slipper. Aber auch Sandalen mit Hanf- oder Ledergeflecht und bequemen Fußbett sind im Angebot vertreten. Passend zum Anzug sind die klassischen Schnürschuhe, die verstärkt in hellen und warmen Brauntönen auf den Markt kommen und auch zu Grau getragen werden.

(RPO Archiv)
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