"Gutes" HDL und "böses" LDL: Cholesterin: ein lebenswichtiger Stoff

"Gutes" HDL und "böses" LDL : Cholesterin: ein lebenswichtiger Stoff

Hamburg (rpo). Cholesterin ist ein lebenswichtiger, fettähnlicher Stoff. Es kommt in fast allen menschlichen und tierischen Geweben vor. Besonders viel davon befindet sich in Gehirn, Nieren, Leber und Lunge.

Aus Cholesterin werden im Organismus unter anderem Gallensäure, Sexualhormone und Vitamin D gebildet. Der Körper bildet den Stoff fast ausschließlich in der Leber. Das über die Nahrung aufgenommene Cholesterin ist für den Stoffwechsel von großer Bedeutung.

Mediziner unterscheiden zwischen dem „guten“ HDL- und dem „bösen“ LDL-Cholesterin. Ersterem wird eine Schutzfunktion vor Herz- Kreislauf-Erkrankungen zugeschrieben. Das LDL-Cholesterin dagegen ist entscheidend für das Herzinfarkt-Risiko.

Wird bei einem Patienten ein Gesamt-Cholesterinwert von mehr als 200 Milligramm pro Deziliter Blut ermittelt, sollte auf jeden Fall die Höhe der einzelnen Anteile von HDL (High Density Lipoproteins/Fettproteine hoher Dichte) und LDL (Low Density Lipoproteins/Fettproteine niedriger Dichte) bestimmt werden. So genannte Statine wie das jetzt vom Markt genommene Lipobay hemmen die LDL-Bildung in der Leber.

Erhöhte Blutcholesterinwerte entstehen durch übermäßigen Verzehr von Fetten mit gesättigten Fettsäuren (Schmalz, Butter, Innereien und Krustentiere) und tierischem Eiweiß. Ein Eigelb enthält im Durchschnitt 300 Milligramm Cholesterin, 100 Gramm Schweineleber enthalten 340 Milligramm und 100 Gramm Kalbshirn 2000 Milligramm. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, täglich nicht mehr als 300 Milligramm Cholesterin aufzunehmen. Pflanzliche Produkte enthalten kein Cholesterin.

(RPO Archiv)