Cannabis soll in Köln für Studie bald legalisiert werden

Modellversuch in Köln: Gibt es Cannabis bald legal in Apotheken?

Kiffen für Forschungszwecke? Für eine Studie könnte in Köln Cannabis bald legalisiert werden. Die Bezirksvertretung Innenstadt hat für eine kontrollierte Abgabe von Marihuana in Apotheken gestimmt.

Ziel der Studie ist es, zu erforschen, welche Konsequenzen die legale Abgabe von Cannabis für Stadt, Gesellschaft und die Konsumenten selbst hat. In der Innenstadt sollen dafür in Apotheken Abgabestellen eingerichtet werden.

Für das Modellprojekt stimmten Grüne, FDP, Linken, Deine Freunde und die Ratsgruppe Gut. SPD und CDU votierten dagegen. Die Stadtteilpolitiker erwirkten mit ihren Stimmen, dass die Verwaltung eine Ausnahmegenehmigung für eine Studie beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (Bfarm) erwirken soll.

Der Antrag ziele nicht darauf ab, Cannabis weiter zu verbreiten, sagte der stellvertretende Fraktionschef der Grünen, Claus Vincon gegenüber dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Die Legalisierung von Cannabis entlaste Polizei und Justiz und dämme die organisierte Kriminalität ein.

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Regina Börschel (SPD) hatte gegen den Antrag votiert. Laut dem "Kölner Stadt-Anzeiger" befürchtet sie, dass Cannabis-Touristen aus der ganzen Stadt in die Innenstadt ziehen könnten.

Noch ist unklar, welche Auswirkungen der Beschluss tatsächlich hat. Unklar ist auch, wie sich die Stadt verhält. Sie müsste an das Bfarm den Antrag stellen.

Ausführliche Infos zum Thema Cannabis-Legalisierung gibt es hier.

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(mivi)