Cannabis-Samen kaufen - wo und wie ist die Beschaffung legal

Cannabis-Legalisierung: Cannabis-Samen kaufen - wo und wie ist die Beschaffung legal

Der Konsum und Besitz von Cannabis ist in Deutschland illegal. Es sei denn, Sie haben ein Rezept, und das Marihuana wird als Medizin verwendet. Wie sieht es mit Hanf-Samen aus? Eigentlich auch nicht legal – eigentlich.

Hanf ist nicht gleich Hanf. Es gibt unzählige verschiedene Hanf-Samen-Sorten. Nicht alle Hanf-Samen sind zum Anbauen als Droge gedacht. Neben dem Drogen-Hanf gibt es auch den Nutz-Hanf, der als Powerfood oder Tierfutter verwendet wird. Der Besitz letzterer Samen ist unproblematisch. Aber auch zu den Seeds der Freizeitdroge gibt es interessante Fakten.

Ist der Kauf von Cannabis-Samen legal?

Die Legalisierung von Cannabis schreitet immer weiter voran. Mittlerweile ist es erlaubt, Cannabis auf Rezept zu konsumieren. Und auch der Anbau von Hanf-Pflanzen ist mittlerweile erlaubt - allerdings nur mit einer Sondergenehmigung.

Mehr zum legalen Anbau von Cannabis erfahren Sie hier:

Aber was ist mit dem Kauf beziehungsweise dem Besitz von Hanf-Samen? In vielen anderen EU-Ländern ist der Besitz von keimfähigen Cannabis-Seeds erlaubt, da diese für sich genommen keinen nennenswerten THC-Anteil enthalten. Tetrahydrocannabinol, kurz THC ist die psychoaktive Substanz, die den Rausch auslöst. Deutschland ist das einzige Land der EU, in dem der Besitz keimfähiger Cannabis-Samen nicht legal ist. Das könnte sich aber sehr bald ändern.

Eine Cannabis-Legalisierung wird in Deutschland immer wahrscheinlicher. Sollte Cannabis legalisiert werden, wäre es möglich, dass beispielsweise der Anbau von bis zu sechs Pflanzen für den Eigenbedarf erlaubt ist. So sieht es derzeit rechtlich in Uruguay aus.

Informationen zu den Vorteilen und Nachteilen eine Cannabis-Legalisierung gibt es hier.

Noch ist allerdings sogar der Besitz geringer Samen-Mengen in Deutschland rechtlich nicht unbedenklich. Deswegen sind selbst keimfähige Nutz-Hanf-Samen nicht frei verkäuflich. Samen, die als Powerfood im Reformhaus erhältlich sind, wurden so behandelt, dass sie nicht mehr keimen können.

Wo kann man Hanf-Samen kaufen?

In Deutschland ist es also noch illegal Hanf-Samen zu kaufen beziehungsweise zu besitzen. Der Kauf keimfähiger Cannabis-Samen ist dennoch möglich: als Bestellung aus dem Ausland, beispielsweise Holland. Werden die Behörden jedoch auf den Kauf aufmerksam, werden Sie zurzeit noch rechtliche Probleme bekommen.

Was kosten Cannabis-Samen?

Handelt es sich um keimfähige, feminisierte Samen, die als Drogen-Hanf angebaut werden, kostet ein Samen rund sechs Euro. Geschälte Hanf-Samen aus dem Reformhaus sind wesentlich günstiger und kosten nur wenige Euro das Kilo.

Welche Hanfsorten eignen sich für den Anbau?

Es gibt Hunderte verschiedener Cannabis-Sorten, die in drei Gattungen unterteilt werden können: Die Gattung Cannabis Indica, die Gattung Cannabis Sativa und die Gattung Cannabis Ruderalis. Für den Anbau als Rauschmittel oder zu medizinischen Zwecken werden Indica- und Sativa-Seeds verwendet.

Cannabis-Pflanzen, die aus Sativa Samen entstehen, haben eher eine psychodelische Wirkung. Die Blüten aus dem Indica Stamm wirken eher beruhigend.

Unter diesen beiden Stämmen gibt es zahlreiche Sorten mit Namen wie Royal Moby oder Bubble Kush. Die Hanf-Samen der verschiedenen Sorten unterscheiden sich äußerlich wenig: Sie zeigen sich unregelmäßig hell- und dunkelbraun, etwa in der Größe eines Stecknadelkopfes. Einige Sorten können auch so groß wie eine kleine Erbse werden.

Wie entstehen Cannabis-Samen?

Weibliche Hanf-Pflanzen bilden Blüten aus. Werden diese von männlichen Pflanzen befruchtet, bilden die Blüten Samen aus. Die Befruchtung geschieht, wenn männliche Cannabispflanzen in der Nähe wachsen. In der Natur trägt der Wind die Pollen der männlichen Pflanzen zu den Blüten der weiblichen Pflanzen.

Zu Gras verarbeitet wird allerdings nur die unbefruchtete, weibliche Pflanze, da diese THC-reiche Blüten hervorbringt. Beim Anbau von Drogen-Hanf werden männliche Pflanzen vernichtet, sobald sie ihr Geschlecht zeigen. Ansonsten schränken sie das Wachstum der weiblichen Pflanzen ein oder befruchten diese.

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Was sind feminisierte Cannabis-Samen?

Feminisierte Hanf-Samen sind manipulierte Seeds, aus denen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit weibliche Cannabispflanzen heranwachsen. Das ist ein großer Vorteil für Gärtner, die keine Samen produzieren, sondern vor allem die weibliche Blüte ernten möchten.

Bei den feminisierten Seeds führt die Aufzucht mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Pflanzen mit THC-haltigem Marihuana. Äußerlich unterscheiden sich feminisierte Samen nicht von normalen Cannabis-Samen. Es ist auch nicht möglich zu erkennen, welche der Seeds zu einer weiblichen oder einer männlichen Cannabispflanze heranwachsen. Nur der Herstellungsprozess der feminisierten Seeds ist anders als bei der natürlichen Samen-Ernte.

Wie werden Cannabis-Samen feminisiert?

Um feminisierte Samen zu erzeugen, muss eine heranwachsende weibliche Pflanze großem Stress unterzogen werden. Dann entwickelt sie sich zu einer zweigeschlechtlichen Pflanze und bildet neben Blüten auch Pollen aus. Mit diesen Pollen kann sie sich selbst und andere weibliche Cannabispflanzen befruchten.

Wird eine weibliche Cannabispflanze von einer zweigeschlechtlichen Pflanze befruchtet, bildet sie feminisierte Samen aus. Diese feminisierten Seeds wurden nicht genetisch manipuliert. Sie werden genauso gelagert und angebaut, wie es bei nicht-feminisierten Samen der Fall ist – mit dem Unterschied, dass diese Samen mit großer Wahrscheinlichkeit weibliche Blüten ausbilden und somit den Ernteertrag erhöhen.

Wie lange halten Cannabis-Samen?

Bis zu vier Jahre lang lassen sich Cannabis-Samen in der Schublade oder im Kühlschrank aufbewahren. Nach zwei Jahren sinkt jedoch die Keimrate. Wichtig ist es, die Pflanzen dunkel und trocken zu lagern, um eine vorzeitige Keimung zu verhindern.

Lagen die Cannabis-Samen allerdings schon einige Zeit beim Verkäufer im Lager, ist es möglich, dass die Samen nicht mehr so lange haltbar sind. Durch die Temperaturunterschiede, denen die Samen beim Postversand ausgesetzt sind, kann die Keimrate ebenfalls nachteilig beeinflusst werden.

Wie lange keimen Cannabis-Samen?

Cannabis-Samen werden in 0,5 Zentimetern Tiefe in feuchte Erde oder Substrat eingepflanzt. Zur ersten Keimung können die Samen auch bei circa 20 Grad unter feuchten Tüchern liegen, bis sich nach wenigen Tagen eine kleine Wurzel gebildet hat.

Nach ein paar Tagen zeigen sich zarte Pflänzchen an der Erdoberfläche. In seltenen Fällen kann es bis zu zwei Wochen dauern, bis der Keimling an die Oberfläche tritt. Wichtig ist, dass die Erde um das Pflänzchen konstant feucht aber nicht zu nass ist.

Aber vergessen Sie nicht: In Deutschland ist der Anbau und auch der Besitz der Samen strafbar, wenn Sie keine Sondergenehmigung besitzen.

Wann müssen die Keimlinge beleuchtet werden?

Cannabis-Keimlinge können beleuchtet werden, sobald sie an die Oberfläche treten. Dann brauchen sie sogar bis zu 18 Stunden Licht am Tag! Besteht Lichtmangel, kann es sein, dass die Pflanze nicht hoch wächst oder verkümmert.

Wie oft muss man Cannabis-Samen gießen?

Je nach Substrat muss den heranwachsenden Cannabis-Samen unterschiedlich viel Wasser zugeführt werden. Die Seeds und auch der Cannabis-Keimling benötigen genügend Feuchtigkeit, um zu wachsen. Alle zwei bis drei Tage sollten Sie den Topf mit dem Keimling befeuchten. Ist die Erde trocken, auch schon eher.

Die Erde darf jedoch nicht zu nass sein, da der Keimling Sauerstoff benötigt. Prüfen Sie daher genau, ob die Erde unter der Erdoberfläche trocken oder nass ist, und gießen Sie nach Bedarf. Beim Outdoor-Growing kann das Wasser dagegen tiefer sickern und die Pflanze ertrinkt nicht.

Ausführliche Informationen zur Cannabis-Legalisierung finden Sie hier.

Hier geht es zur Infostrecke: Cannabis-Anbau – wie man Hanf züchtet und wann das legal ist

(rpo)