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Nach Stromchaos: Bis 2015 will RWE alle Strommasten sanieren

Nach Stromchaos : Bis 2015 will RWE alle Strommasten sanieren

Düsseldorf (RP). Mit einem Strommast fing alles an: Dieser brach am 25. November 2005 unter der Schneelast zusammen - und löste einen Domino-Effekt aus. 68 Masten auf vier Trassen stürzten um. Die Folge: 200000 Menschen in Münsterland waren ohne Strom. Es dauerte Tage, bis die letzte Ortschaft wieder am Netz hing.

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p class="text">Die Schäden liegen nach Schätzung der IHK Münster bei 100 Millionen Euro. Knapp die Hälfte der Summe (42 Millionen Euro) entfällt auf den RWE-Konzern, der sein Stromnetz reparieren musste. Untersuchungen ergaben, dass die Mehrzahl der betroffenen Masten aus Thomasstahl gebaut sind, der über die Jahre spröde wird. Deshalb begann RWE im Jahre 2001 mit der Sanierung. Allerdings besitzt der Energiekonzern nach Angaben des Düsseldorfer Wirtschaftsministeriums heute noch 13000 Masten aus Thomasstahl in NRW. Bis 2015 will RWE alle Masten saniert haben. Dabei heißt sanieren nicht zwangsläufig austauschen: "Teilweise werden nur einzelne Bauteile ausgewechselt", sagte der Sprecher des NRW-Wirtschaftsministeriums.

Nach dem Stromausfall legte RWE einen Hilfsfonds mit fünf Millionen Euro auf. "Davon sind 4,6Millionen Euro an Unternehmen und Privatpersonen ausgezahlt worden. Aus dem Topf kommt auch das Geburtstagsgeschenk für die Schnee-Babys", so RWE.

(Rheinische Post)