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Berlin: Schüsse auf Menschen - Drei Menschen bei Angriff vor einer Bar verletzt

Fast 30 Schüsse aus Auto : Drei Menschen bei Angriff vor einer Bar in Berlin verletzt

Selbst in der Hauptstadt sind brutale Überfälle mit so heftigem Pistolen- oder Gewehrfeuer höchst selten. Das Vorgehen und die Anzahl der Schüsse auf eine Gruppe von Menschen deutet nicht auf einen spontanen Einzeltäter, sondern auf Streit zwischen Gruppen oder Banden hin.

Bei einem Angriff mit knapp 30 Schüssen in Berlin-Wedding sind drei Männer schwer verletzt worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden am späten Sonntagabend vor einer Shisha-Bar „sehr viele Schüsse“ abgefeuert. „Der Hintergrund ist noch völlig unklar“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner. Die verletzten Männer seien serbischer Nationalität oder Herkunft. Auch eine Frau wurde demnach verletzt, unklar war aber, ob durch einen Schuss oder ob sie unter Schock stand. Verdächtige oder Festnahmen gab es noch nicht.

Der „Tagesspiegel“ berichtete mit Berufung auf Ermittlerkreise, die angegriffenen Männer und die Frau hätten vor der Bar in der Müllerstraße gestanden, dann sei ein Auto vorgefahren, aus dem gefeuert worden sei. Auch das sei noch nicht geklärt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Eine Mordkommission des Landeskriminalamtes (LKA) ermittelt.

Die Polizei war nach der Tat gegen 23 Uhr mit einem großen Aufgebot vor Ort und sperrte die Umgebung weiträumig ab. Ein Polizist vor Ort sagte in der Nacht, eines der drei Opfer sei sieben bis acht Mal von Schüssen in den Oberkörper getroffen worden. Die verletzten Männer und die Frau wurden noch am Tatort von Sanitätern und Notärzten behandelt und dann ins Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr besteht nicht.

Nach Beobachtungen eines Fotografen der Deutschen Presse-Agentur standen während der Spurensicherung der Polizei am Tatort 29 Schilder als Markierungen für Patronenhülsen auf der Straße. Die genaue Zahl der Schüsse sei noch nicht bekannt, diese Größenordnung treffe aber zu, sagte die Sprecherin.

Die Müllerstraße wurde nach den Schüssen in beide Richtungen gesperrt. Polizisten mit Maschinenpistolen sicherten die Umgebung. Schwer bewaffnete Polizisten waren auch in einem Haus in der Nachbarschaft des Tatorts im Einsatz.

(jlu/dpa)