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Pannen sollen schnell behoben werden: Bahn will Neigezüge bis Ende Juli wieder flottmachen

Pannen sollen schnell behoben werden : Bahn will Neigezüge bis Ende Juli wieder flottmachen

Frankfurt/Main (dpa). Die Deutsche Bahn AG will die Defekte am ICE-Neigezug bis zum 21. Juli in den Griff bekommen. Wie der Hessische Rundfunk (hr) am Sonntag berichtete, wollen Bahn und Hersteller die diversen Pannen an den 30 Millionen Mark teuren Zügen binnen dieser Frist beheben. Wegen der Verspätungen und Fehler hatte die Bahn am 6. Juni die Ende Mai eröffnete Fernbahnlinie Dresden- Frankfurt am Main unterbrochen. Reisende nach und von Dresden müssen seither in Leipzig in Zubringerzüge umsteigen.

Die Deutsche Bahn AG und die Hersteller hatten sich gegenseitig die Verantwortung für die Pannen mit den ICE-Neigezügen zugeschoben. Gegenüber dem Hessischen Rundfunk hätten Bahn-Vertreter inoffiziell eingeräumt, dass die Unpünktlichkeit zum Teil auf das Konto der Bahn gehe, teilte die hr-Redaktion mit. Demnach sollen auch Baustellen und ein zu enger Fahrplan schuld sein an den Verspätungen.

Die modernen Neigetechnik-ICE-Züge (ICE-T), die an die Stelle der alten InterCity-Züge treten, sollen die Reisezeit nach Sachsen um 50 Minuten verkürzen. Stattdessen häuften sich technische Pannen wie klemmende Türen, gesperrte Toiletten und Störungen an Sprechanlagen, Bremsen und Kupplungssystemen. Insgesamt hat die Bahn 40 ICE-T zum Stückpreis von 30 Millionen Mark beim Herstellerkonsortium um die Bombardier Transportation Deutsche Waggonbau GmbH (Berlin) bestellt.

Auch im Regionalverkehr hatten die Neigetechnikzüge mit einer Pannenserie für Schlagzeilen gesorgt. Seit Sonntag verkehren die Züge auf der Lahntalstrecke zwischen Koblenz und Gießen wieder fahrplanmäßig. Die Ende 1997 eingeführten Züge "VT 611" waren im September 1998 vorübergehend aus dem Verkehr gezogen worden.

(RPO Archiv)