Racheakt für Tod eines Drogendealers Zwölf Jugendliche in Mexiko entführt und getötet

Mexiko-Stadt · Bei der Entführung von zwölf Jugendlichen in Mexiko, die vermutlich alle ermordet wurden, hat es sich nach Angaben der Behörden um einen Racheakt gehandelt.

Die Jugendlichen waren am 26. Mai am helllichten Tag aus einer Bar im Zentrum der mexikanischen Hauptstadt verschleppt worden. Vergangene Woche war ein Massengrab mit 13 Leichen 30 Kilometer südöstlich der Hauptstadt entdeckt worden.

Nach Angaben einer Mutter wurden zehn der Jugendlichen bereits identifiziert, die Behörden bestätigten bislang erst fünf. Ein Anwalt der Familien sagte einem Radiosender, die Leichen seien verstümmelt.

Der Fall sorgte für Aufsehen, weil die Hauptstadt im Vergleich zu anderen Gebieten Mexikos als relativ sicher gilt. Entführungen und Morde sind sonst vor allem im unruhigen Norden des Landes verbreitet, wo rivalisierende Drogenkartelle um die Kontrolle der lukrativen Schmuggelrouten in die USA kämpfen.

Ein Verdächtiger, der vergangene Woche festgenommen worden sei, habe ausgesagt, dass die Jugendlichen im Mai zur Vergeltung für den Tod eines Drogendealers verschleppt worden seien, sagte Staatsanwalt Rodolfo Rios am Montag in Mexiko-Stadt. Offenbar seien sie unmittelbar nach der Entführung getötet worden.

(AFP)
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