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Auch zehntausende Haushalte in Frankreich ohne Strom: Zwei weitere Tote bei Stürmen über Großbritannien

Auch zehntausende Haushalte in Frankreich ohne Strom : Zwei weitere Tote bei Stürmen über Großbritannien

Bei den heftigen Winterstürmen über Großbritannien sind zwei weitere Menschen gestorben. In Frankreich waren zwischenzeitlich über 100.000 Haushalte ohne Strom.

Mitten in der Londoner Innenstadt wurde eine 49-Jährige getötet, als am Freitagabend ein Gebäude einstürzte und die Trümmer auf das Dach ihres Autos krachten. Auf einem Kreuzfahrtschiff im Ärmelkanal starb ein 85-Jähriger, nachdem eine Riesenwelle das Schiff erfasst hatte.

Nach Angaben der französischen Behörden war der Kreuzfahrtpassagier unglücklich gestürzt. Eine weitere Passagierin, die ebenfalls gestürzt war, wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Laut Reederei drückte die Welle zudem ein Fenster des Schiffes ein. An Bord waren demnach 735 Passagiere.

Zwei Tage, nachdem orkanartige Winde zu massiven Überschwemmungen und Stromausfällen geführt hatten, fegten am Freitag und Samstag weitere Regenstürme über den Südwesten Englands hinweg. Mehr als 140.000 Haushalte waren am Samstag ohne Strom, unzählige Straßen durch umgestürzte Bäume blockiert.

Die Bahn stellte auf mehreren Strecken ihren Betrieb ein. Auch der Londoner Flughafen Heathrow strich eine Reihe von Flügen. Nach Angaben der Meteorologen dürfte die Themse am Wochenende ihren höchsten Pegel seit 60 Jahren erreichen.

Mehr als 2000 Soldaten und 70 Prozent der Feuerwehr- und Rettungskärfte sind in Großbritannien in den Überschwemmungsgebieten im Einsatz. Der Gouverneur der Bank von England, Mark Carney, hatte bereits gewarnt, der nässeste Jahresbeginn seit 250 Jahren könnte die langsame Erholung des Landes von seiner Rezession gefährden.

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde fegte Sturmtief "Ulla" am Freitagabend über die französische Bretagne hinweg.

Bis zu 115.000 Haushalte waren dort ohne Strom, hunderte Bahnpassagiere verbrachten die Nacht in Notunterkünften oder abgestellten Zügen, weil die Bahn aus Sorge vor umstürzenden Bäumen vorsorglich den Schienenverkehr in den am meisten gefährdeten Regionen eingestellt hatte.

Im Lauf des Samstag verbesserte sich die Lage wieder, gegen Mittag waren noch 70.000 Haushalte ohne Strom.

(AFP)