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Zugunglück nahe Mailand - Zahl der Toten steigt auf drei

Regionalzug entgleist : Zugunglück nahe Mailand - Zahl der Toten steigt auf drei

Tote und viele Verletzte bei Zugunglück nahe Mailand

Bei einem Zugunglück bei Mailand sind am Donnerstag mindestens drei Menschen ums Leben gekommen und zehn weitere schwer verletzt worden. Es gibt zudem etwa hundert leicht Verletzte.

Eine Sprecherin des regionalen Gesundheitsministers Giulio Gallera bestätigte die Zahl von drei Toten. Zuvor hatte die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet, die Zahl der Toten sei auf vier gestiegen, offiziell bestätigt wurde dies nicht.

Ein Zug der Bahngesellschaft Trenord war bei der Ortschaft Seggiano di Pioltello entgleist, wie Trenord bestätigte. Der Pendlerzug mit der Nummer 10452 war um 5.30 Uhr in Cremona abgefahren und in Richtung Mailand unterwegs. Das Unglück ereignete sich kurz vor 7 Uhr morgens. Über die Ursache sei noch nichts bekannt, so Trenord.

Der Zug bestand aus sechs Waggons, mehrere hundert Fahrgäste waren an Bord. "Es war Pendlerzeit, der Zug war voll", sagte Chiara Abrosio von der Polizei in Mailand dem Sender SkyTG24. Die Unglücksstelle sei schwer zugänglich, berichtete Ansa. Mehrere Waggons seien entgleist.

Auf in italienischen Medien veröffentlichten Fotos waren Fahrgäste zu sehen, die vor Ort von Helfern versorgt wurden. Zwei Waggons waren in einem 90-Grad-Winkel verkeilt. Dutzende Feuerwehrleute waren im Einsatz, Verletzte wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Der Zugverkehr auf der Lokalstrecke wurde unterbrochen. Alle in der Region verfügbaren Rettungskräfte sowie Polizisten und ein Rettungshubschrauber wurden zum Unglücksort gerufen.

Im Juli 2016 waren bei einer Kollision zweier Züge in der Nähe der Stadt Bari 23 Menschen gestorben.

(das/dpa)