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Zehn Tote bei Massenpanik auf US-Festival: Kongress-Komitee leitet Untersuchungen ein

Zehn Tote, 300 Verletzte : Kongress-Komitee untersucht tödliche Massenpanik bei US-Festival

Ein Ausschuss des US-Repräsentantenhauses soll die Umstände klären, die zu dem schrecklichen Szenario führten – und, wie der Veranstalter dem in Zukunft vorbeugen will. Bei der Massenpanik waren im November in Houston zehn Menschen ums Leben gekommen.

Ein Ausschuss des US-Repräsentantenhauses untersucht die tödliche Massenpanik beim Astroworld-Musikfestival im US-Staat Texas. Das einflussreiche Oversight and Reform Committee schickte am Mittwoch ein Schreiben an den Präsidenten und CEO des Veranstalters Live Nation, Michael Rapino, in dem um Informationen über die Rolle des Unternehmens bei dem Festival am 5. November und dem Konzert des Rappers Travis Scott ersucht wird.

Zehn Menschen kamen bei der Massenpanik ums Leben, die Zuschauer waren so dicht gedrängt, dass viele keine Luft bekamen oder ihre Arme nicht bewegen konnten. Etwa 300 Verletzte wurden auf dem Festivalgelände behandelt, 25 wurden in Krankenhäuser gebracht.

Die von dem Komitee erfragten Informationen betrafen etwa Details zu den Sicherheitsvorkehrungen und Notfallplänen, aber auch die Frage, wie der Konzertveranstalter Verletzungen und Todesfällen bei künftigen Events vorbeugen will.

Jüngste Berichte würfen ernste Fragen darüber auf, ob das Unternehmen angemessene Schritte unternommen habe, um die Sicherheit der 50 000 Besucher des Festivals sicherzustellen, hieß es im Schreiben des Komitees.

Live Nation wurde Zeit bis zum 7. Januar eingeräumt, um auf die Fragen des Komitees detailliert zu antworten, am 12. Januar sollte das Unternehmen dem Komitee zudem im Rahmen eines Briefings hinter verschlossenen Türen Rede und Antwort stehen. Eine Sprecherin von Live Nation reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

(jma/AP/dpa)