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Zagreb: Schüsse vor Regierungssitz - Polizist schwer verletzt

Motive sind bisher unklar : Schüsse vor Regierungssitz in Zagreb - Polizist schwer verletzt

Ein Mann hat am Montag in Zagreb vor dem Regierungssitz auf einen Polizisten geschossen und diesen schwer verletzt. Danach tötete er sich selbst. Das Motiv des 22-jährigen Angreifers ist zunächst unklar, er soll aber rechtsextreme Texte verbreitet haben.

Vor dem Regierungsgebäude im Zentrum der kroatischen Hauptstadt Zagreb hat ein Mann am Montag mit einem Sturmgewehr auf einen Polizisten geschossen und sich wenig später selbst getötet. Der Zustand des schwer verletzten Polizisten sei stabil, teilte der Direktor des behandelnden Krankenhauses mit. Der 31-Jährige habe vier Schusswunden an Rumpf und Armen erlitten.

Der 22-jährige Angreifer, der aus der Kleinstadt Kutina, 85 Kilometer südöstlich von Zagreb stammte, floh zunächst. Danach erschoss er sich mit seiner Waffe selbst, wie das kroatische Innenministerium mitteilte. Die Polizei habe seine Leiche etwa anderthalb Kilometer vom Tatort entfernt gefunden. Der kroatische Ministerpräsident Andrej Plenkovic befand sich zum Zeitpunkt des bewaffneten Angriffs nicht im Regierungsgebäude, wie ein Regierungssprecher sagte.

Die Motive des Täters waren zunächst nicht klar. Laut Polizeiangaben war er nicht vorbestraft. Das kroatische Nachrichtenportal „index.hr“ berichtete, der junge Mann habe auf Facebook gelegentlich Bilder und Texte veröffentlicht, die von einer rechtsextremen und ultra-nationalistischen Haltung kündeten. Nach den Schüssen vor dem Regierungsgebäude und vor seinem Suizid postete er einen Text, in dem er sich allgemein über die Zerstörung menschlicher Werte und Verantwortungslosigkeit beklagte.

(sed/dpa)