Yosemite-Nationalpark bleibt geschlossen: Neuer Waldbrand setzt Einsatzkräften in Kalifornien zu

Yosemite-Nationalpark bleibt geschlossen : Neuer Waldbrand setzt Einsatzkräften in Kalifornien zu

Im Kampf gegen verheerende Waldbrände im Norden Kaliforniens haben es die Einsatzkräfte mit einem neuen Feuer zu tun bekommen.

In einer ländlichen Gegend in der Nähe der Ortschaft Covelo gelte für rund 60 Häuser eine Räumungsanordnung, teilten die Behörden im betroffenen Bezirk Mendocino County mit. Dort war das Feuer nahe des Staatswalds Mendocino National Forest am späten Dienstagnachmittag ausgebrochen. Windböen trieben die Flammen durch eine rund einen Quadratkilometer große Fläche aus Weideland, Eichen, Kiefern und Unterholz, sagte Sheriff Matthew Kendall.

Das Feuer bedrohe nun Gebäude. Einsatzkräfte seien angefordert worden, doch sei unklar, wann diese eintreffen könnten, da viele bereits gegen andere Brände kämpften.

Rund 64 Kilometer südlich zerstörten zwei Waldbrände in einem Gebiet zwischen den Bezirken Mendocino und Lake mindestens sieben Häuser und bedrohten Schätzungen zufolge 12.000 weitere, teilte die Feuerwehr mit. Im östlich gelegenen Bezirk Sutter County verwüstete ein Feuer Weideland von einer Fläche von vier Quadratkilometern, doch wurden laut der Feuerwehr bisher keine Häuser geräumt.

In und um die nordkalifornische Stadt Redding kostete das sogenannte Carr-Fire nach Behördenangaben bisher sechs Menschen das Leben, mehr als 880 Häuser wurden ein Raub der Flammen.

Das Yosemite Valley blieb zudem wegen starker Rauchentwicklung durch das sogenannte Ferguson-Feuer bis mindestens Sonntag geschlossen, wie die Verwaltung des Nationalparks mitteilte. Die beliebte Touristenattraktion ist bereits seit dem 25. Juli für die meisten Besucher nicht länger zugänglich. Ursprünglich hätte das Tal am Freitag wieder öffnen sollen. Es ist die längste Schließung von Yosemite seit schweren Überschwemmungen im Jahr 1997. Damals war der Park mehr als zwei Monate geschlossen worden.

(mba/dpa)