World Press Photo Awards: Gewinner muss Auszeichnung abgeben

"World-Press Photo Awards" : Gewinner muss Auszeichnung zurückgeben

Wegen irrführenden Angaben und einem Verstoß gegen die Teilnahmebedingungen muss ein Gewinner des renommierten World-Press Photo Awards seine Auszeichnung jetzt zurück geben.

In der Kategorie Zeitgenössische Themen hatte der italienische Fotograf Giovanni Troilo mit einer Foto-Serie über die belgische Industriestadt Charleroi den ersten Preis belegt. Die Organisatoren des Awards erkannten ihm diesen jetzt aber wieder ab. Der Grund: Troilo habe eingeräumt, eines der Bilder gar nicht in Charleroi aufgenommen zu haben. Besonders dort sorgte der Umstand für Empörung. Bürgermeister Paul Magnette warf dem Fotografen eine "Verzerrung der Realität" vor.

Troilo wurde unter anderem vorgeworfen, mehrere Fotos gestellt zu haben. Auf einem Bild, das ein Paar beim Sex in einem Auto zeigt, ist etwa sein eigener Cousin zu sehen.

Die World Press Photo Awards sind die begehrtesten Fotojournalismus-Preise der Welt. Zum Pressefoto des Jahres 2014 war im Februar die intime Aufnahme eines russischen Homosexuellen-Paares gekürt worden. Der Däne Mads Nissen fotografierte für sein Siegerfoto "Jon und Alex" die beiden schwulen Männer in einem Zimmer in St. Petersburg.

(AFP)
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