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Walross schwimmt offenbar auf Eisberg vom Nordpol bis Irland

Über Atlantik getrieben : Walross schwimmt offenbar auf Eisberg vom Nordpol bis Irland

An Irlands Küste ist am vergangenen Sonntag ein Walross gesichtet worden. Offenbar stammt das Tier vom Nordpol und ist womöglich auf einem Eisberg über den Atlantik geschippert. Ein gutes Ende für das Tier ist leider unwahrscheinlich.

Es war Alan Houlihans fünfjährige Tochter, die das Tier zuerst entdeckte. Das schreibt der Video-Journalist am Sonntag auf Twitter und veröffentlicht dazu ein Video. Darauf zu sehen ist ein Walross, das sich auf einen Felsen an der Küste der irländischen Insel Valentia Island robbt.

Zuerst habe Houlihan noch gedacht, dass es sich bei dem Tier um einen Seehund handele. Dann habe er jedoch die großen Stoßzähne bemerkt und realisiert, dass es tatsächlich ein Walross sei. Ökologe und Walross-Experte Don Cotton bestätigte der Zeitung „Independent“, dass es sich tatsächlich um ein Walross handelt - ein Tier, das normalerweise nicht in Irland lebt. Laut dem Experten stammt das Walross aus Grönland und wurde vermutlich auf einem Eisberg bis Irland getrieben. Laut Cotton habe es in Irland im Laufe der Jahre mindestens ein Dutzend Walross-Sichtungen gegeben - die erste wurde im Jahr 1897 vermerkt. Bei den meisten Sichtungen habe es sich aber um unbestätigte Mutmaßungen gehandelt.

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">An Arctic Walrus has landed on Valentia Island... believed to have made its way all the way from Greenland! It appears to be exhausted. Video by Alan Houlihan, who’s 5 year old daughter was the first to spot the walrus. <a href="https://twitter.com/hashtag/Kerry?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Kerry</a> <a href="https://t.co/TLtBLBAZDk">pic.twitter.com/TLtBLBAZDk</a></p>&mdash; Seán Mac an tSíthigh (@Buailtin) <a href="https://twitter.com/Buailtin/status/1371195445503004674?ref_src=twsrc%5Etfw">March 14, 2021</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
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„Die meisten Walrosse, die in Irland gesehen wurden, waren bereits tot oder zersetzte Kadaver. Es ist unglaublich, ein Walross auf den Felsen sitzen zu sehen“, sagte der Ökologe der Zeitung. Dass diese Geschichte ein gutes Ende für das Walross nehmen wird, hält Cotton jedoch für unwahrscheinlich. „Die traurige Realität ist, dass es wahrscheinlich sterben wird. Es ist noch so jung und hat wahrscheinlich keine Ahnung, in welche Richtung es schwimmen soll, und ich bezweifle, dass es seinen Weg zurück nach Hause finden wird.“

 „Die Tiere brauchen einen riesigen Vorrat an Schalentieren, um zu überleben, und ich glaube nicht, dass es hier das Essen bekommt, das es braucht“, sagte er. Auf Twitter reagierten einige Nutzer ebenfalls besorgt über die Ankunft des großen Tieres. „Es ist besorgniserregend, warum die Tiere hierher kommen. Liegt es am Klimawandeln oder zu wenig Nahrung? Hoffentlich macht es nur Urlaub“, schreibt ein Nutzer. Eine Twitter-Nutzerin findet: „Das arme Ding sieht erschöpft aus. Er ist wahrscheinlich auch sehr hungrig und verwirrt.“