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Waldbrände in Italien: Brandstifter auf Sizilien festgenommen

Waldbrände in Italien : Brandstifter auf Sizilien festgenommen

Zwei Männer sind auf frischer Tat ertappt worden: Sie legten am Montag einen Brand in einem bekannten Naturgebiet der Mittelmeerinsel. Seit Tagen kämpft Italien mit Waldbränden, ein weiterer Brandstifter wurde bereits vor ein paar Tagen festgenommen.

Im Zusammenhang mit den seit Tagen andauernden Waldbränden in Italien haben Polizisten zwei Brandstifter auf Sizilien festgenommen. Die Carabinieri hätten die beiden Männer im Alter von 80 und 25 Jahren am Montag auf frischer Tat in der zentralen Provinz Enna ertappt, hieß es in einer Mitteilung am Dienstag. Demnach waren sie dabei, einen Brand im Gebiet des Gebirges Monti Nebrodi zu legen, einem bekannten Naturareal Siziliens, das teils unter Naturschutz steht. Die Carabinieri hatten in den vergangenen Tagen nach eigenen Angaben bereits einen Brandstifter andernorts festgenommen.

Der Süden Italiens, die großen Inseln und Teile an der Adriaküste waren in den vergangenen Tagen von heftigen Waldbränden betroffen. Brandstiftung galt oft als ein Grund für die Flammen. Außerdem herrschen derzeit Hitze und Trockenheit, die die Flammen begünstigen. Vereinzelt wurden Menschen Medienberichten zufolge verletzt.

Am Dienstagmorgen meldete die Feuerwehr landesweit 1130 Einsätze in den zurückliegenden 24 Stunden wegen Buschfeuern. Die Situation bessere sich etwas, hieß es weiter. Löschflugzeuge seien unter anderem in der Region Kalabrien an der italienischen Stiefelspitze im Einsatz. Die Flammen auf Sizilien, Sardinien und an der Adria wüteten auch in Touristengegenden oder teilweise direkt am Strand.

Die Zivilschutzbehörde auf Sizilien sagte für Dienstag für den Norden der Insel ein erhöhtes Brandrisiko voraus. In der Gegend um die Stadt Catania im Osten Siziliens prognostizierten die Experten außerdem eine Hitzewelle. Eine Bewohnerin aus einen Dorf nördlich von Catania sagt, in Sizilien sei es zwar jeden Sommer heiß, aber solche Temperaturen seien nicht normal. Viele Häuser gerade in den höher gelegenen Ortschaften hätten zudem keine Klimaanlagen.

In der Küstenstadt Pescara in der Region Abruzzen brannten zuletzt Pinien und Kiefern in einem bekannten Naturreservat. Die Polizei nahm hier die Ermittlungen zu Ursache auf. Häuser wurden evakuiert und zahlreiche Menschen in Sicherheit gebracht. Auch in Apulien kämpften die Einsatzkräfte Tag und Nacht gegen Flammen in der Stadt Gravina in Puglia. In der kleinen Region Molise mussten bei Campobasso am Montag ungefähr 1000 Menschen zeitweise wegen der Flammen ihre Häuser verlassen.

(bora/dpa)