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Vulkan auf St. Vincent ausgebrochen - 16.000 Menschen bedroht

Evakuierung eingeleitet : Vulkan auf St. Vincent ausgebrochen - 16.000 Menschen bedroht

Seit Tagen rumort es im Inneren des Bergs auf einer Karibikinsel, jetzt kommt es zur Eruption. Die Regierung bringt die Menschen aus der Gefahrenzone in Sicherheit. Auch Kreuzfahrtschiffe sollen helfen.

Auf der Karibikinsel St. Vincent ist der Vulkan La Soufrière am Freitag explosionsartig ausgebrochen. Die Aschesäule des Vulkans sei bis zu zehn Kilometer weit aufgestiegen, sagte Erouscilla Joseph, die Direktorin des Seismischen Zentrums der University of the West Indies. Zuvor waren Evakuierungen angeordnet worden.

Betroffen sind etwa 16.000 Menschen in einer Gegend nahe dem Vulkan, die zur roten Zone erklärt wurde. Sie sollten auf Kreuzfahrtschiffe gebracht und auf nahe gelegene Inseln oder in Unterkünfte auf St. Vincent abseits der Gefahrenzone transportiert werden. Die Corona-Pandemie könnte die Bemühungen behindern. Ministerpräsident Ralph Gonsalves sagte, wer an Bord eines Kreuzfahrtschiffs gehe oder vorübergehend Zuflucht auf einer anderen Insel gewährt bekomme, müsste geimpft sein.

Noch am Freitag wurden vier Kreuzfahrtschiffe erwartet, ein weiteres in den kommenden Tagen. St. Lucia, Grenada, Barbados und Antigua haben sich bereit erklärt, Betroffene aufzunehmen.

Auf der Inselkette des Karibikstaats St. Vincent und die Grenadinen leben mehr als 100.000 Menschen. Der Vulkan La Soufrière brach zuletzt 1979 aus, bei einer Eruption 1902 kamen etwa 1600 Menschen ums Leben.

(chal/dpa)