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Nach Überschwemmungen in Spanien: Von einer Deutschen fehlt jede Spur

Nach Überschwemmungen in Spanien : Von einer Deutschen fehlt jede Spur

Mindestens zehn Menschen sind im Süden Spaniens bei sintflutartigen Regenfällen und schweren Überschwemmungen ums Leben gekommen. Drei weitere Bewohner in den Regionen Andalusien und Murcia wurden am Sonntag noch vermisst. Darunter war nach Angaben der Polizei eine Deutsche.

Die Frau war von ihrer Wohnung in der Ortschaft Puerto Lumbreras zum Einkaufen in die Stadt Lorca gefahren und dabei vom Unwetter überrascht worden. Mehrere Orte wurden überschwemmt und waren von der Außenwelt abgeschnitten. Hunderte Bewohner mussten in Sicherheit gebracht werden. Die Helfer setzten Schlauchboote ein, um Menschen zu retten. Dabei waren auch Einheiten des Militärs im Einsatz. In Murcia und Almería stürzten zwei Autobahnbrücken ein.

In der Kleinstadt Gandía in der Region Valencia richtete ein Wirbelsturm schwere Schäden an einer Kirmes an. Ein Riesenrad knickte ein, mehrere Karussells wurden beschädigt. 35 Menschen wurden nach Angaben der Behörden verletzt. Am Sonntag zog das Unwetter vom Festland ab. Ministerpräsident Mariano Rajoy kündigte an, seine Regierung werde angesichts der Schäden Hilfe bei der EU beantragen.

In Puerto Lumbreras in der Region Murcia war am Vortag ein Mann bei dem Versuch ums Leben gekommen, zwei Kinder und deren Großvater aus einem Auto zu retten, das von den Wassermassen mitgerissen worden war. Der 59-jährige Maurer stürzte sich nach Medienberichten in die Fluten. Er wurde später ebenso ein neunjähriges Mädchen und dessen Großvater tot geborgen. Nur ein elf Jahre alte Junge konnte lebend aus dem Fahrzeug gerettet werden.

Am internationalen Flughafen von Valencia mussten in der Nacht zum Samstag sieben Flüge gestrichen werden. Auf die Start- und Landebahnen waren nach Schätzungen bis zu 180 Liter Wasser pro Quadratmeter niedergegangen. Die Ankunftshalle des Airports wurde teilweise überschwemmt.

(dpa)