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Vier Kinder bei Untergang von Flüchtlingsboot in der Ägäis ertrunken

27 Menschen an Bord : Vier Kinder bei Untergang von Flüchtlingsboot in der Ägäis ertrunken

Beim Untergang eines Flüchtlingsbootes in der Ägäis sind vier Kinder ums Leben gekommen. Sie waren zwischen drei und 14 Jahre alt. Ein Mensch wird noch vermisst.

"Trotz bester Bemühungen der griechischen Küstenwache ist tragischerweise der Tod von vier Kindern im Alter zwischen drei und 14 Jahren bestätigt worden", schrieb der griechische Migrationsminister Notis Mitarachi am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Ein Mensch werde noch vermisst. 22 weitere wurden demnach gerettet.

Unter den Geretteten seien 14 Männer, sieben Frauen und ein Kind, teilte die Küstenwache der Nachrichtenagentur AFP mit. Insgesamt hätten sich nach Aussage der Flüchtlinge 27 Menschen auf dem Boot befunden. An dem Such- und Rettungseinsatz vor der Insel Chios hatten sich bei rauer See Patrouillenboote der Küstenwache, ein Schiff der Nato, in der Nähe befindliche Schiffe, Fischerboote sowie zwei Hubschrauber beteiligt.

Griechenland machte die Türkei für das Unglück verantwortlich. Die Regierung in Ankara müsse Menschenschmuggler daran hindern, Boote von der türkischen Küste loszuschicken und das Leben von Flüchtlingen auf dem Meer aufs Spiel zu setzen. "Die türkischen Behörden müssen mehr tun, um die Ausbeutung durch kriminelle Banden zu verhindern", erklärte Mitarachi. "Skrupellose Schmuggler riskieren Leben mit überfüllten, seeuntauglichen Booten vor Chios."

Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR haben in diesem Jahr von der Türkei aus mehr als 2500 Menschen das östliche Mittelmeer überquert. 2020 waren es mehr als 9700 Menschen. Im vergangenen Jahr starben den Angaben zufolge mehr als hundert Menschen beim Untergang von Flüchtlingsbooten.

(zim/AFP)