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Nach Freispruch für Todesschützen von Florida: Vier Geschworene distanzieren sich von "B37"

Nach Freispruch für Todesschützen von Florida : Vier Geschworene distanzieren sich von "B37"

Vier Geschworene im Prozess um George Zimmerman haben sich von Äußerungen einer Kollegin im US-Fernsehsender CNN distanziert. Was die als "B37" bezeichnete Geschworene gesagt habe, sei ihre persönliche Meinung und nicht repräsentativ für die Jury, die aus sechs Frauen bestanden hatte, teilten die vier Geschworenen in einer am Dienstagabend veröffentlichten Erklärung mit.

"B37" hatte gesagt, das Verhalten sowohl des Nachbarschaftswächters Zimmerman als auch des unbewaffneten schwarzen Jugendlichen Trayvon Martin habe zu dem Tod Martins geführt, und Zimmerman habe gegen kein Gesetz verstoßen. Die vier Geschworenen erklärten, Martins Tod laste schwer auf ihren Herzen. Sie hätten das getan, was das Recht von ihnen verlangt habe.

"B37" gehörte nach eigenen Angaben zu den drei Geschworenen, die zunächst am Freitag in einer Probeabstimmung für eine Verurteilung Zimmermans wegen Mordes mit bedingtem Vorsatz oder Totschlags plädiert hatten. Eingehend hätten sie dazu die Beweislage geprüft und mehrmals die Videobänder vom Prozess angehört. "Deshalb dauerte es so lange", sagte "B37" mit Blick auf die stundenlangen Beratungen.

Bei Prüfung der Beweise habe die Person, die zunächst für eine Verurteilung Zimmermans wegen Mordes mit bedingtem Vorsatz war, ihre Entscheidung revidiert und für Totschlag plädiert. Doch auch nach Rücksprache mit dem Gericht und nochmaliger Prüfung habe es keine rechtliche Grundlage für irgendeine Verurteilung gegeben. Einige der Geschworenen hätten geweint, als sie schließlich das finale Votum dem Gericht übergeben hätten, sagte "B37".

(ap)