Zwölf Autobomben explodiert: Viele Tote bei Anschlagsserie in Bagdad

Zwölf Autobomben explodiert : Viele Tote bei Anschlagsserie in Bagdad

Bei einer Serie von Bombenanschlägen im Irak sind am Montag mindestens 47 Menschen getötet worden. Rund 200 weitere wurden teils schwer verletzt, wie die irakische Polizei und Krankenhäuser berichteten. Zwölf Autobomben detonierten am Morgen innerhalb einer Stunde allein im Großraum Bagdad.

Mehrere Sprengsätze wurden auf Marktplätzen und Parkplätzen gezündet, vor allem in mehrheitlich von Schiiten bewohnten Stadtteilen. Einer der folgenschwersten Anschläge ereignete sich demnach in Sadr City, wo nach zwei Explosionen neun Menschen ums Leben kamen. 33 weitere wurden verletzt. Anschläge gab es unter anderem auch in den Bezirken Hurrija und Kasimija, wo mindestens zehn Menschen getötet und 45 verletzt wurden.

Auch in Bajaa, Schurta, Risala und Abu Discheer gingen Autobomben hoch, wie die Polizei mitteilte. Im Süden des Irak kam es am Montag ebenfalls zu tödlichen Anschlägen. In der Stadt Kut wurden sieben Menschen getötet, in Basra vier.

Beobachter vermuteten den irakischen Arm der Al-Kaida hinter der Autobomben-Serie. Zunächst bekannte sich aber niemand zu den Anschlägen. Der Irak wird seit Monaten von einer Welle der Gewalt überrollt. Seit April sind bei Terroranschlägen mehr als 3000 Menschen ums Leben gekommen. Allein im Juli waren es nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP mehr als 500 Tote.

Hintergrund ist der Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten. Schiiten dominieren die Regierung. Sunniten wird unterstellt, sie wollten Aufruhr stiften. Inzwischen wächst die Sorge vor einem offenen Bürgerkrieg.

(ap)
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