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Verdächtiger nach tödlichen Schüssen in Wisconsin festgenommen

„Sinnlose Tragödie“ : Verdächtiger festgenommen nach tödlichen Schüssen in Wisconsin

Der Mann wurde offenbar aufgefordert, eine Bar zu verlassen und kam später mit einer Waffe zurück. Der Tatverdächtige wurde von der Polizei festgenommen.

Nach einem tödlichen Schusswaffenangriff in einer Taverne im US-Staat Wisconsin ist ein Verdächtiger festgenommen worden. Bei dem Angriff wurden nach Behördenangaben drei Männer getötet und drei weitere schwer verletzt. Die Tat habe sich am frühen Sonntagmorgen in der Ortschaft Somers ereignet, teilte David Wright von der Sheriffbehörde von Kenosha County mit. Dem festgenommenen Verdächtigen werde vorsätzliche Tötung vorgeworfen.

Sheriff David Beth hatte zuvor erklärt, der Verdächtige sei zum Verlassen der Bar aufgefordert worden, aber er sei zurückgekehrt und habe das Feuer eröffnet. Schüsse seien vor der „sehr gut besuchten“ Bar und in ihrem Inneren gefallen, sagte Beth. „Wir glauben, dass unser Verdächtiger wusste, auf wen er zielt.“

Der Gouverneur von Wisconsin, Tony Evers, sprach von einer „sinnlosen Tragödie“. Er und seine Frau seien in Gedanken bei den Familien der Betroffenen und den Menschen von Kenosha, die nach einem weiteren tragischen Fall von Waffengewalt trauerten, erklärte Evers.

Die Polizei in Texas fahndete unterdessen nach dem Tod von drei Menschen nach einem ehemaligen Polizisten. Der Polizeichef von Austin, Joseph Chacon, erklärte, der 41-Jährige werde verdächtigt, zwei hispanische Frauen und einen schwarzen Mann getötet zu haben. Der mutmaßliche Schütze habe die Opfer gekannt, er sei bewaffnet und gefährlich. Ein Motiv für die Tat nannte Chacon nicht. Ein Kind sei ebenfalls beteiligt, aber unverletzt und in Sicherheit.

Bezirksstaatsanwalt Jose Garza teilte mit, der Verdächtige sei im vergangenen Juni wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes festgenommen und gegen Kaution freigelassen worden. Der Mann reichte nach Polizeiangaben nach der Festnahme seines Kündigung ein.

Es waren die jüngsten Zwischenfälle mit Schusswaffen und jeweils mehreren Toten in den USA. Am Donnerstag waren in einer Lagerhalle des Unternehmens Fedex in Indianapolis acht Menschen getötet worden. Im März kamen vier Menschen bei einem Angriff in einem Bürogebäude in Kalifornien ums Leben. Acht Menschen wurden in Massage-Salons in der Gegend von Atlanta erschossen. Zehn Menschen wurden in einem Supermarkt in Boulder getötet.

(dpa/desa)