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USA: Mehr als 500.000 Menschen sollen vor Hurrikan fliehen

US-Golfküste : Mehr als 500.000 Menschen sollen vor Hurrikan fliehen

Die US-Golfküste steht vor der größten Räumung in Zeiten der Corona-Pandemie. Mehr als 500.000 Menschen sollen sich vor Hurrikan „Laura“ in Sicherheit bringen. Es werden erhebliche Überschwemmungen erwartet.

Der herannahende Hurrikan „Laura“ droht an der US-Golfküste schwere Unwetter und Chaos anzurichten. Mehr als 385.000 Bewohner der Städte Beaumont, Galveston und Port Arthur in Texas wurden von den Behörden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Weitere 200.000 sollten die tief liegenden und deshalb von Überschwemmungen besonders bedrohten Gebiet Calcasieu Parish im Südwesten von Louisiana verlassen. Es wäre die größte Evakuierung in Amerika während der Coronavirus-Pandemie.

Das Nationale Hurrikanzentrum der USA rechnete damit, dass „Laura“ in der Nacht zum Donnerstag (Ortszeit) als zerstörerischer Hurrikan der Kategorie drei auf Land trifft. „Die Gewässer dort sind überall warm genug, um einen großen Hurrikan der Kategorie drei oder sogar höher zu befördern“, erklärte der Vizedirektor des Hurrikanzentrums, Ed Rappaport.

In Teilen Louisianas wurde mit Sturzfluten von mehr als drei Metern gerechnet, die ganze Städte unter Wasser setzen könnten. Gouverneur John Bel Edwards sagte, „Laura“ sei im Begriff, sich sehr ähnlich wie Hurrikan „Rita“ zu verhalten, der vor 15 Jahren den Südwesten von Louisiana verwüstet habe. „Wir werden erhebliche Überschwemmungen an Orten haben, die das normalerweise nicht erleben“, sagte er.

„Laura“, der erst am Dienstag von einem Tropensturm zu einem Hurrikan hochgestuft wurde, könnte vor der Küste massiv an Kraft gewinnen und großen Teilen der Golfküste Verwüstung bringen, hieß es von den Meteorologen. An einem mehr als 700 Kilometer langen Stück der Küste könnte Meerwasser ins Landesinnere dringen. Zusätzlich wurde mit schweren Regenfällen gerechnet. Auch Hurrikan „Marco“ hatte in den vergangenen Tagen schon viel Regen in die Region gebracht, sich aber am Dienstag weitgehend aufgelöst.

„Laura“ war auf der Insel Hispaniola, die Haiti und die Dominikanische Republik umfasst, bereits für den Tod von mindestens 23 Menschen verantwortlich. Vielerorts kam es zu Überschwemmungen und der Strom fiel aus.

(cpas/dpa)