USA: Dutzende Promis sollen Elite-Hochschulen bestochen haben - auch Yale und Stanford betroffen

Korruptionsskandal in den USA: Dutzende Promis sollen Elite-Hochschulen bestochen haben

Designer, Schauspieler, Manager - dutzende US-Prominente sollen renommierte Hochschulen bestochen haben, damit ihre Kinder dort studieren durften. Ein Staatsanwalt erhebt jetzt Anklage.

Um ihre Kinder etwa in Yale oder Stanford zu platzieren, sollen Dutzende Prominente und andere wohlhabende Eltern diese und weitere Colleges und Universitäten in den USA bestochen haben. Unter den fast 50 mutmaßlichen Tätern seien auch Schauspielerin Felicity Huffman, bekannt aus der TV-Serie „Desperate Housewives“, und Lori Loughlin aus der Sitcom „Full House“. Staatsanwalt Andrew Lelling kündigte die Anklage in Boston am Dienstag an. Die Fälle reichen demnach bis ins Jahr 2011 zurück.

Durch „Bestechung und andere Formen des Betrugs“ hätten die Betroffenen versucht, die Annahme ihre Kinder zu erwirken, heißt es demnach in der Anklage. Betroffen seien unter anderem die Universitäten Georgetown in Washington, Yale in Connecticut, die University of Texas sowie Stanford, die University of Southern California und die UCLA in Kalifornien. Auch bekannte Firmenchefs und ein Modedesigner sind laut „New York Times“ unter den Angeklagten.

Teils sollten die Kinder der Angeklagten unabhängig von ihren sportlichen Leistungen als Sport-Stipendiaten angenommen werden, in anderen Fällen sollte es Hilfe bei Aufnahmeprüfungen geben. Viele US-Hochschulen locken herausragende Sportler mit wertvollen Stipendien. Unter den Angeklagten sind laut den Berichten mehrere Trainer von College-Sportmannschaften.

Schauspielerin Huffman soll laut Anklage 15 000 Dollar (13 000 Euro) Schmiergeld gezahlt haben um zu erreichen, dass Antworten ihrer ältesten Tochter beim landesweiten Einstufungstest SAT nachträglich aufgebessert werden.

(felt/dpa)
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