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US-Milliardär Jeffrey Epstein wegen Frauenhandels festgenommen

Jeffrey Epstein : US-Milliardär wegen Frauenhandels festgenommen

Der US-Milliardär Jeffrey Epstein ist unter dem Vorwurf des Frauenhandels festgenommen worden. Es ist nicht das erste Mal, dass er in Konflikt mit dem Gesetz kommt.

Die US-Staatsanwaltschaft hat den reichen Finanzier Jeffrey Epstein beschuldigt, ein Netzwerk zur sexuellen Ausbeutung minderjähriger Mädchen betrieben zu haben. Das geht aus am Montag in New York veröffentlichten Gerichtsdokumenten hervor. Der 66-Jährige wurde am Samstag festgenommen und sollte noch am Montag einem Richter vorgeführt werden.

Epstein hat den Dokumenten zufolge in den 2000er Jahren Dutzende Mädchen - einige gerade mal 14 Jahre alt - für Massagen bezahlt und sie dann in seinen Häusern in Florida und New York belästigt.

Es ist der zweite Versuch der Justiz, den Finanzier, der einst mit Prominenten wie Donald Trump, Bill Clinton und dem britischen Prinz Andrew verkehrte, wegen sexueller Ausbeutung zu belangen. 2008 kam er in einem ähnlichen Verfahren davon, indem seine Anwälte mit den Staatsanwälten einen Deal aushandelten. Damals bekannte er sich geringerer Vergehen schuldig, wurde aber nicht mehr wegen Straftaten belangt. Dass erlaubte ihm die Fortsetzung seines Jetset-Lebensstils. Der Deal von damals wird inzwischen vor einem Bundesgericht in Florida angefochten.

Die minderjährigen Mädchen - alleine 40 in Palm Beach - sollen Epstein von Frauen zugeführt worden sein. Sie seien in der Umgebung und in Osteuropa rekrutiert worden. Aus Besuchen in seinen Häusern in Palm Beach, New Mexico und auf einer privaten Karibikinsel seien für die Frauen dann Begegnungen mit Epstein geworden, bei denen sie zu Sex genötigt worden seien.

Ein pensionierter Staatsanwalt, David Weinstein, hielt es für unwahrscheinlich, dass Epstein auf Kaution auf freien Fuß gesetzt würde. „Der Kerl ist ein Millionär oder Milliardär. Wenn sie ihn auf Kaution freilassen, könnte er abhauen, in ein Land gehen, das kein Auslieferungsabkommen hat und sie würden ihn vielleicht nie wieder bekommen.“

(felt/mja/AFP)