Geschenkgutschein zur Wiedergutmachung US-Krankenhaus glaubt Sänger von bekannter Motown-Band nicht – und fixiert ihn

Warren · Alexander Morris, Sänger der Soul-Gruppe The Four Tops, hat Klage gegen ein Krankenhaus in Detroit eingereicht. Das Personal hatte ihn bei einem Klinikbesuch fixiert und psychologisch untersucht, weil sie ihm seine Identität nicht glaubten.

Roquel Payton (v.l.), Alexander Morris, Ronnie McNeir und Duke Fakir von den Four Tops treten beim All In Music & Arts Festival in Indianapolis auf. (Archivfoto)

Roquel Payton (v.l.), Alexander Morris, Ronnie McNeir und Duke Fakir von den Four Tops treten beim All In Music & Arts Festival in Indianapolis auf. (Archivfoto)

Foto: Amy Harris/Invision/AP/Amy Harris

Eigentlich wollte sich der Sänger der Soul-Gruppe The Four Tops wegen Brustschmerzen und Atemproblemen in einer Klinik in Detroit behandeln lassen. Dort wurde Alexander Morris laut eigener Aussage aber fixiert und psychologisch untersucht, weil ihm das Personal nicht glauben wollte, dass er Teil der berühmten Motown-Band ist. Morris reichte deshalb am Montag eine Klage gegen das Ascension Macomb-Oakland Hospital ein, dem er Diskriminierung und weiteres Fehlverhalten während seines Besuchs dort im April 2023 vorwirft.

Das Krankenhauspersonal habe fälschlicherweise angenommen, Morris sei mental beeinträchtigt, als er seine Identität als Prominenter genannt habe, hieß es in der Klage. Die Four Tops wurden in den 50er Jahren gegründet und hatten Hits wie „I Can't Help Myself (Sugar Pie, Honey Bunch)“ und „It's The Same Old Song“. Die Gruppe wurde 1990 in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen. Morris ist allerdings keines der Gründungsmitglieder, sondern stieß erst 2019 zu der Gruppe.

Eine Krankenschwester habe Morris schließlich geglaubt, und die psychologische Untersuchung sei abgebrochen worden, hieß es in der Klage. Das Krankenhaus bot demnach einen Geschenkgutschein im Wert von 25 Dollar als Entschuldigung an, den Morris aber nicht annehmen wollte. Der Sänger hatte sich im vergangenen Jahr öffentlich zu dem Vorfall geäußert und erklärt, ihm sei in Detroit gesagt worden, er sei verrückt oder schizophren. Die Klinik wollte sich zu dem laufenden Rechtsstreit nicht äußern, erklärte jedoch, sie dulde keine Diskriminierung.

(albu/dpa)