US-Firma bot Anne-Frank-Kostüm auf Halloween-Webseite an

Sturm der Kritik ausgelöst: US-Firma bot Anne-Frank-Kostüm auf Halloween-Webseite an

Ein Anbieter von Halloween-Artikeln hat in seinem Online-Shop ein Kostüm angeboten, mit dem sich Mädchen für rund 20 Dollar als Holocaust-Opfer Anne Frank verkleiden konnten.

Das Unternehmen löste damit einen Sturm der Kritik aus. Carlos Galindo-Elvira von der Anti-Defamation League in Arizona warf dem Händler HalloweenCostumes.com vor, das Schicksal der im Konzentrationslager Bergen-Belsen umgekommenen Anne Frank zu verharmlosen.

Der Online-Händler hatte das Kostüm mit Bildern eines lächelnden Kindes beworben, das einen Mantel und ein Barett aus der Zeit des Zweiten Weltkrieg trägt. Er verlangte rund 20 Dollar für die Verkleidung, wie die "Bild"-Zeitung schreibt.

Das Unternehmen nahm das Angebot von seiner Webseite. Ein Sprecher des Betreibers Fun.com sagte, die Firma verkaufe nicht nur Hollywoodkostüme, sondern auch Artikel für Schulprojekte und Bühnenstücke. Falls sich jemand durch das Anne-Frank-Kostüm beleidigte fühle, bitte er um Entschuldigung.

Die in Frankfurt am Main geborene Anne Frank ist durch ihr in einem niederländischen Versteck vor den Nationalsozialisten verfasstes Tagebuch weltberühmt geworden.

(ate/ap)